23. September 2019, 22:08 Uhr

Von Mozart bis Strauss

23. September 2019, 22:08 Uhr
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Von Sascha Jouini
Die Sänger Käthe Wilhelmi, Christa Löffler, Bernhard Klement und Marcus Licher (v. l.) beim Schlussapplaus. (Foto: jou)

Gießen (jou). Kurzweiliges Vergnügen mit romantischer Herbstmusik und Opernstücken diverser Epochen bereitete das Vokalquartett Mittelhessen am Sonntag in der Klinikkapelle. Es sangen Käthe Wilhelmi (Sopran), Christa Löffler (Alt), Bernhard Klement (Tenor) und Marcus Licher (Bass) in Begleitung des Pianisten Wolfgang Schult.

Rundum hörenswertes Konzert

Einen interpretatorisch gelungenen Auftakt bildete das Duettino »Al fato dan legge« der beiden heuchlerischen Männerfiguren aus Wolfgang Amadeus Mozarts »Cosi fan tutte«. Auch die weiteren Nummern des Wiener Klassikers vermochten in Bann zu ziehen. Klanglich wie ausdrucksmäßig fein aufeinander abgestimmt sangen Wilhelmi, Löffler und Licher etwa das ruhig dahinströmende Terzett »Piu non si trovano«. Den Wiener Vorstadtdialekt parodiert Mozart im »Bandel-Terzett«. Schult begleitete die Sänger wohldosiert, wenn auch das Klangbild des geschlossenen Flügels zuweilen etwas dumpf herüberkam. Im weiteren Verlauf des Programms brachte er das Instrument mehr zum Leuchten.

Beseelt bot Löffler die Arie V’adoro, pupille« aus Georg Friedrich Händels »Gulio Cesare« dar und spannte darin die Melodiebögen mit langem Atem. Gleichermaßen ausgefeilt, perfekt unterstützt durch das Klavier, glückte Klement Stradellas Hymne an die Jungfrau Maria von Friedrich von Flotow. Beschwingte Akzente setzte er bei dem Couplet »Als flotter Geist, doch früh verwaist« aus Johann Strauss‹ »Zigeunerbaron«.

Ein Füllhorn schöner Melodien verbreitete das Duett für Alt und Bass im venezianischen Stil »Le Serenata« von Paolo Tosti. Hier gingen die Sänger ebenso akkurat aufeinander ein wie bei Gioacchino Rossinis »Quartetto pastorale«. In leichtere musikalische Gefilde entführte die Hörer das Duett »Komm‹ mit mir zum Souper« aus der »Fledermaus«, einer weiteren Strauss-Operette.

Sehr ansprechend zur Geltung gebracht schienen bei dem Duett »Letzte Rose« aus von Flotows »Martha« die volksliedhaft-schlichten Züge. Das rundum hörenswerte Konzert klang aus mit zwei Rossini-Quartetten. Für den lebhaften Beifall dankte das Ensemble mit einer Zugabe.



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