15. August 2017, 20:04 Uhr

Viele Deutschangebote für Flüchtlinge

15. August 2017, 20:04 Uhr

Mit dem Ende der Schulferien hat auch das Herbst- und Winterprogramm der Gießener Volkshochschule begonnen. In dessen Mittelpunkt stehen wie üblich mit 250 Kursen die Sprachen. Hier wiederum haben »Deutsch als Fremdsprache« und Alphabetisierungskurse den Vorrang. Allein 50 der gut 240 VHS-Lehrkräfte sind dafür im Einsatz. Teilnehmer an diesen Kursen, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert, sind vorwiegend Asylanten. Aber auch Asylbewerber ohne Aufenthaltsstatus können schon Deutsch lernen.

VHS-Kursteilnehmer mit Migrationshintergrund stehen diesmal auch im Blickpunkt des traditionellen Get-togethers mit Kursleitern und Gästen am 12. September. Bei dieser Feier werden die besten Teilnehmer am Smartphone-Fotowettbewerb »Mein schönster Platz in Gießen« geehrt. Die kommissarische Amtsleiterin Birgit Lesch-König – für die bisherige VHS-Chefin Maria Veith, die seit 1. Juli im Ruhestand ist, wurde noch kein Nachfolger berufen – hatte dazu eingeladen, um die Flüchtlinge zum Verlassen ihrer Unterkünfte und zum Besuch von Veranstaltungen zu motivieren.

Das Eingehen auf Flüchtlinge hat auch mit den aktuellen Umbauarbeiten im Erdgeschoss des Rathauses zu tun. Dort wird die VHS im November eine Außenstelle direkt neben der Ausländerbehörde beziehen, um vor allem bei den Themen Bildungsberatung und Zeugnisanerkennung leichter ansprechbar zu werden.

Zweiter Schwerpunkt im neuen Programm der Volkshochschule ist mit 114 Kursen wiederum der Bereich Gesundheit, der auch Gymnastik, Tanz und Ernährung einschließt. Insgesamt werden bis zum Jahresende 486 Kurse angeboten, genau so viele wie im Semester zuvor. 34 Kurse sind neu. Dafür sind entsprechend viele weggefallen, weil sie auf kein oder nur geringes Interesse gestoßen waren.

»Das ist System«, merkt dazu Stadträtin Astrid Eibelshäuser an. Es würden immer wieder Angebote aufgenommen, von denen man nicht sicher sein kann, dass sie überhaupt nachgefragt werden. Mit Spannung beobachten das Lesch-König und ihre Dezernentin zum Beispiel beim Tageskurs zum Männer-Selbstverständnis mit dem Titel »Mehr als ein Fels in der Brandung?!«

Im Vordergrund der neuen Angebote stehen jedoch berufliche Weiterbildungen, die zum Ausschöpfen der eigenen Potenziale verhelfen sollen. In Sachen Kochkunst liegt der Schwerpunkt diesmal auf der französischen Küche. Und natürlich gibt es im Luther-Jahr auch einen passenden Tageskurs: »500 Jahre Reformation: Martin Luther und die Philosophie« am 11. November.

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