28. September 2017, 19:43 Uhr

Verbundprojekt zur Therapie bei Lungenkrebs

28. September 2017, 19:43 Uhr
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Aus der Redaktion

Eine neue Behandlungsmöglichkeit von Krebserkrankungen der Lunge und der Speiseröhre will ein hessischer Forschungsverbund untersuchen. Ihm gehören Wissenschaftler der TH Mittelhessen, der Philipps-Universität Marburg, des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung Darmstadt und des Frankfurt Institute for Advanced Studies an. Sprecher der Gruppe ist Prof. Klemens Zink vom THM-Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz.

An Lungenkrebs erkranken in Deutschland jedes Jahr 50 000 Menschen. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei nur 15 Prozent, da die Tumoren gegenüber derzeit anwendbaren Therapien resistent sind. Das Marburger Ionenstrahl-Zentrum ermöglicht die Strahlenbehandlung mit Partikeln (Protonen, Kohlenstoffionen). Sie könnte eine effektivere und schonendere Behandlung für Lungenkrebspatienten möglich machen, da Kohlenstoffionen biologisch hoch effektiv sind und der Ionenstrahl eine präzise Anwendung möglich macht.

Anschubfinanzierung läuft

Tumoren im Brustkorb verformen und bewegen sich jedoch durch Atmen und Schlucken. Das verbietet zurzeit noch die Anwendung der Partikelstrahltherapie, da die Bewegung im Brustkorb »zu inakzeptablen Über- und Unterdosierungen sowohl im Tumor als auch im umliegenden gesunden Gewebe führt. Ziel unseres Projekts«, so Zink, »ist die Entwicklung geeigneter Verfahren zur Kompensation dieser Unsicherheiten, um mittelfristig durch die Partikelstrahltherapie die Überlebensrate der betroffenen Patientengruppe zu verbessern.«

Angestrebt wird eine Förderung mit einem Volumen von 3,5 Millionen Euro. Der im vergangenen Jahr von den Universitäten Gießen und Marburg sowie der THM gegründete Forschungscampus Mittelhessen fördert das Projekt mit 75 000 Euro.



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