23. Februar 2010, 20:54 Uhr

Väterchen Frost bringt »Straßenläufer« auf Trab

Gießen (mö). Mancher Autofahrer, der in diesen Tagen beim Schlagloch-Slalom auf der Licher Straße eingefädelt hat, wird sich gewünscht haben, die Hauptverkehrsader wäre bereits gesperrt worden. Aber nicht nur auf den Gießener Straßen, die ohnehin als Rüttelpisten gelten, hat der lange Winter seine Spuren hinterlassen.
23. Februar 2010, 20:54 Uhr
Die ersten Frostlöcher werden gestopft. Hier ist ein Arbeitstrupp der städtischen Straßenunterhaltung auf der Ringallee in Aktion. (Foto:)

Gießen (mö). Mancher Autofahrer, der in diesen Tagen beim Schlagloch-Slalom auf der Licher Straße eingefädelt hat, wird sich gewünscht haben, die Hauptverkehrsader wäre bereits gesperrt worden. Aber nicht nur auf den Gießener Straßen, die ohnehin als Rüttelpisten gelten, hat der lange Winter seine Spuren hinterlassen. Selbst bislang eher unverdächtige Straßen weisen frostbedingte Schäden auf. Eine Bilanz, was dieser Winter die Gießener Steuerzahler allein an Straßenreparaturen kosten wird, wird es, wenn überhaupt, nicht vor April geben. »Natürlich wird es mehr sein«, so Bau- und Verkehrsdezernent Thomas Rausch, der ein Vorziehen von Sanierungsmaßnahmen ausschließt.

Die Forderung nach einer schnellen Sanierung drängt sich zum Beispiel bei der Ringallee auf, der der strenge Frost in einigen Abschnitten den Rest gegeben hat. Haushaltsmittel für eine grundlegende Sanierung stehen in diesem Jahr aber nicht zur Verfügung. Die Stadt plant - mit Blick auf die Landesgartenschau 2014 - die Ringallee im kommenden Jahr und 2012 für 2,65 Millionen Euro zu sanieren. Ob man nur »kleinflächig« repariert oder mehr macht, hängt eben auch davon ab, ob man überhaupt die Mittel dazu hat, erläuterte Rausch. Wo Schlaglöcher und Risse Dimensionen angenommen hätten, die die Verkehrssicherheit gefährdeten, müssten für gewisse Zeit auch einmal Warnschilder ausreichen. Selbstverständlich seien in der Stadt ständig »Straßenläufer« unterwegs, die die Schäden feststellten. Dies sei ein ständiger Prozess von Kontrolle und Reparatur, mit dem die Stadt pauschal ein Unternehmen beauftragt habe, erläuterte der Fachdezernent weiter.

Genervt reagiert der Stadtrat mittlerweile auf die Spekulationen »bis hin zum Handelsblatt«, was der Winter an volkswirtschaftlichem Schaden angerichtet hat. Was die Schäden an den Straßen betreffe, habe das Bundesverkehrsministerium mitgeteilt, dass es vor April keine Schätzungen geben könne, so Rausch.

Derweil kommen Forderungen von Automobil-Clubs, Bund und Länder mögen doch Mittel aus den Konjunkturprogrammen umschichten, um die maroden Straßen schneller sanieren zu können. Was Gießen betrifft, wird mit der Licher Straße nur ein Projekt aus den Konjunkturprogrammen finanziert. Bereits abgeschlossen vor dem Wintereinbruch war die Sanierung der Bundesstraße 457 zwischen Gießen und Fernwald.

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