Stadt Gießen

Universität weiterhin exzellent

Die Justus-Liebig-Universität bleibt feste Größe auf der Exzellenzlandkarte: Wie am Donnerstag bekannt wurde, geht einer der begehrten Exzellenzcluster, die im Rahmen der Exzellenzstrategie bewilligt wurden, nach Gießen. Der Cluster »Cardio-Pulmonary Institute« (CPI) ist eine gemeinsame Initiative der JLU, der Goethe-Universität Frankfurt und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim. Die JLU ist in diesem Konsortium die koordinierende Einrichtung.
27. September 2018, 22:08 Uhr
Redaktion

Die Justus-Liebig-Universität bleibt feste Größe auf der Exzellenzlandkarte: Wie am Donnerstag bekannt wurde, geht einer der begehrten Exzellenzcluster, die im Rahmen der Exzellenzstrategie bewilligt wurden, nach Gießen. Der Cluster »Cardio-Pulmonary Institute« (CPI) ist eine gemeinsame Initiative der JLU, der Goethe-Universität Frankfurt und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim. Die JLU ist in diesem Konsortium die koordinierende Einrichtung.

»Wir sind sehr stolz auf diesen Cluster, der uns in unserer langfristig angelegten Strategie, Netzwerke mit starken Partnern zu bilden, bestätigt«, sagte JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. Er gratulierte den erfolgreichen Wissenschaftlern und betonte: »Die lange Exzellenzgeschichte der JLU geht dank der renommierten Gießener Lungenforschung in die dritte Runde.« Schon seit dem Jahr 2006 und damit dem Beginn der Exzellenzinitiative wurden an der JLU der Herz-Lunge-Exzellenzcluster ECCPS – der Vorläufer des jetzt bewilligten CPI – und die kulturwissenschaftliche Graduiertenschule GCSC in der Bund-Länder-Initiative gefördert. Die Förderlinie Graduiertenschulen wird von Bund und Ländern in der Exzellenzstrategie allerdings nicht fortgesetzt.

Darüber hinaus kann die JLU in der Exzellenzstrategie einen weiteren Erfolg verbuchen: Am Exzellenzcluster »Energy Storage beyond Lithium. New Concepts for a Sustainable Future (Energiespeicherung jenseits von Lithium. Neue Konzepte für eine nachhaltige Zukunft)« des Karlsruher Instituts für Technologie und der Universität Ulm ist die JLU als »participating institution« beteiligt. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jürgen Janek (Physikalisch-Chemisches Institut der JLU) forscht im Kontext der Energiewende an Feststoff-Batterien.

50 Millionen Euro beantragt

Der Exzellenzcluster CPI, für den die Wissenschaftler knapp 50 Millionen Euro beantragt haben, wird ab 1. Januar 2019 für sieben Jahre gefördert – eine Verlängerung ist möglich. Verbunden mit der Förderung ist die Einrichtung neuer Professuren und Nachwuchsgruppen. »Wir freuen uns sehr, dass die Herz- und Lungenforschung in Gießen, Bad Nauheim und Frankfurt von dem hochrangigen internationalen Gutachtergremium wiederum als exzellent bewertet wurde. Vorrangiges Ziel ist es, diese Forschungsgelder bestmöglich zur Verbesserung der Therapiemöglichkeiten von Patienten mit kardialen und pulmonalen Erkrankungen zu nutzen«, betont Lungenforscher Prof. Werner Seeger, Sprecher des Clusters an der JLU. Der Gießener Lungenforscher Prof. Dr. Friedrich Grimminger ergänzt: »Hunderte von Wissenschaftler dürfen stolz sein, für die JLU ein europaweites Alleinstellungsmerkmal geschaffen zu haben.«

Mukherjee bedankte sich bei Beteiligten aus Wissenschaft und Verwaltung für die Anstrengungen im Rahmen der Exzellenzstrategie. Dies gelte insbesondere für die Wissenschaftler aus der Wahrnehmungspsychologie, deren Clusterantrag »The Adaptive Mind« nicht bewilligt wurde. Das Präsidium sei vom hohen Potenzial des Konsortiums überzeugt und werde das zukunftsweisende Forschungsprojekt nach Kräften fördern. Mit den Entscheidungen über die Cluster-Bewilligungen ist auch die Konsequenz verbunden, dass damit die Grundlage für die JLU entfällt, einen Antrag in der zweiten Förderlinie als »Exzellenzuniversität« zu stellen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Universitaet-weiterhin-exzellent;art71,492446

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung