24. September 2014, 17:38 Uhr

Uni-Orchester auf Konzertreise in Schweden

Auf eine elftägige Konzertreise nach Schweden begaben sich 60 Mitglieder des Universitätsorchesters unter Leitung von Musikdirektor Stefan Ottersbach.
24. September 2014, 17:38 Uhr
Das Universitätsorchester in der Aula Magna der Universität von Uppsala. (Foto: Privat)

Nach intensiver Probenarbeit, gut vorbereitet startete die Gruppe voller Erwartung in der letzten Augustwoche. In Südschweden wollte man Land und Leute kennenlernen und sich den drei gastgebenden Universitäten in Lund, Malmö und Uppsala vorstellen.

Sonnenschein auf der kurzen Fährfahrt nach Dänemark und eine beeindruckende Fahrt über die mächtige Öresund-Brücke stimmten alle auf die kommenden Tage ein.

Das erste Konzert fand in Lund in der Universitätsaula direkt neben dem Dom, dem wichtigsten romanischen Gotteshaus Skandinaviens, statt. Das Orchester eröffnete sein Programm mit der »Peer Gynt Suite Nr. 1« von Edvard Grieg. Schon zeigte sich durch die Leitung von Ottersbach die Ausdruckskraft des Orchesters: voller, warmer Klang in der »Morgenstimmung«, berührende Elegie in »Ases Tod«, lockere Anmut in »Anitras Tanz« und kraftvolles Temperament bei »In der Halle des Bergkönigs«.

Solist Stefan Tarara

Danach bildete das Orchester einen Partner für Stefan Tarara, dem Solisten im Violinkonzert von Johannes Brahms. Wie schon beim Semesterabschlusskonzert im Juli bewies Tarara sein Talent. Nachdem er wenige Tage zuvor im schwedischen Katrineholm bei »Swedish International Duo Competi-
tion« zusammen mit seiner Klavier-Partnerin Lora-Evelin Vakova den 1. Preis erspielt hatte, beeindruckte er nun auf der Konzerttournee mit seinem technisch makellosen, mitreißenden Spiel. Der Überschwang in den beiden Ecksätzen der »Rheinischen Sinfonie« von Robert Schumann sowie die Innigkeit und Erhabenheit in den drei Mittelsätzen waren zu erleben. Frenetischer Beifall bei der Zugabe, dem »Ungarischen Tanz Nr. 5« von Johannes Brahms beschloss den gelungenen Einstieg in die Tournee.

Das zweite Konzert fand in der Sankt Petri Kirche von Malmö statt, einem gotischen Backsteinbau, der nach der Lübecker Marienkirche errichtet wurde. Es schloss sich nahtlos an das dreitägige Malmö Festival an, ein großes Kulturereignis. So fanden sich viele Zuhörer in der sonnendurchfluteten Kirche ein. Auf der Weiterfahrt machte die Reisegruppe Stopps in Ystad und Vimmerby, wo man auf den Spuren Astrid Lindgrens wandelte.

Den schönsten Konzertsaal bot die Aula der Universität in Uppsala, der ältesten Universität Skandinaviens. Eine überwältigende Raumgestaltung, verbunden mit moderner Bühnentechnik gab einen perfekten Rahmen für das letzte Konzert. Anerkennende Glückwünsche zeigten, dass sich die Musiker bestens präsentiert hatten.

Nach zwei freien Tagen in Schweden stand ein geselliger Abend als Abschluss an. Nachdem die Beiträge diverser Kammermusikgruppen und humorvolle vokale Beiträge für Heiterkeit gesorgt hatten, wurde der Erfolg gemeinsam gefeiert. Mit einer letzten Übernachtung in Kopenhagen und einer langen Heimfahrt endete die Austauschreise mit vielen eindrucksvollen Erlebnissen. pm

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