30. August 2019, 22:08 Uhr

Umbau startet im September

30. August 2019, 22:08 Uhr

Schon im vergangenen Jahr hatte das St.-Josefs-Krankenhaus/Balserische Stiftung seine Pläne zum Ausbau des Krankenhauses gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt der Öffentlichkeit vorgestellt. Inzwischen hat die Stadt die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, sodass es im September losgehen kann. Die Baumaßnahme ist notwendig, damit das zweitgrößte Krankenhaus in Stadt und Landkreis seinen Versorgungsauftrag für jährlich über 13 000 stationäre und einige Tausend ambulante Patienten auch in Zukunft auf hohem Niveau erfüllen kann.

Aufstockung aller Gebäude

»Der Ausbau unseres Standortes in der Wilhelmstraße ist für die Leistungsfähigkeit unseres Krankenhauses von großer Bedeutung«, begründet Geschäftsführer Andreas Leipert die Maßnahme. »Danach sind wir in der Lage, alle bettenführenden Abteilungen und damit die gesamte stationäre Versorgung unter einem Dach zu vereinen. Wir werden dann in nahezu allen Abteilungen über moderne Räume für eine auch künftig hochwertige Medizin und zugewandte Pflege verfügen«, resümiert Leipert. Anfang September wird als erste große Maßnahme ein kleines Geschoss des Bestandsgebäudes abgetragen und damit die Voraussetzung für eine Aufstockung des gesamten Gebäudekomplexes geschaffen, wo neue Stationen entstehen werden. In der zweiten Phase wird der neue fünfgeschossige Flügel an der Wilhelmstraße errichtet, dessen Dachflächen begrünt und für die Patienten und Besucher zugänglich gemacht werden. Der Erweiterungsbau dient vorrangig zur Übernahme der Bettenkapazität von Haus 2, das vis-à-vis liegt. Im Rahmen der Baumaßnahme werden auch die Intensivstation, die Zentrale Notaufnahme (ZNA) mit Liegendkrankenvorfahrt sowie die Endoskopieabteilung neu gestaltet.

»Die Versorgung und Sicherheit der Patienten hat natürlich auch während der Baumaßnahme oberste Priorität«, betont Leipert. Die Einteilung und geplante Abfolge der einzelnen Teilbauabschnitte ist deshalb genau auf den Krankenhausbetrieb, der uneingeschränkt weiterlaufen wird, abgestimmt.

Auch die Sorgen und Anregungen der Anwohner werden ernst genommen und wurden - soweit dies möglich war - im gemeinsamen Planungsprozess mit der Stadt berücksichtigt. So wird etwa die Baustelleneinrichtung auf dem Krankenhausareal platziert, so dass der öffentliche Bereich davon nicht tangiert sein wird. Der Baustellenverkehr wird ganz überwiegend über die Wilhelmstraße geleitet.

Dreieinhalb Jahre Bauzeit

Abschließend bittet Leipert die Nachbarn und Anwohner sowie Patienten, Besucher und Mitarbeiter um Verständnis und um etwas Geduld während der Bauzeit: »Wir versuchen, die Beeinträchtigungen durch Baulärm und Baustellenverkehr so gering wie möglich zu halten, und ich bin zuversichtlich, dass wir die Bauzeit von dreieinhalb Jahren gemeinsam gut bewältigen werden. Letztendlich wird das Ergebnis unserer Baumaßnahme unseren künftigen Patienten und damit in erster Linie der Gießener Bevölkerung zugutekommen und natürlich auch unseren 650 Mitarbeitern, die sich tagtäglich für eine optimale medizinische und pflegerische Versorgung ihrer Patienten einsetzen.«

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