02. Mai 2018, 22:25 Uhr

Über Geld und Macht

02. Mai 2018, 22:25 Uhr
»In the Dark« heißt dieses Werk von Jürgen Schmidt-Lohmann. (Fotos: pm)

Gießen/Frankfurt (pm/gl). Das brisante Zusammenspiel von Geld und Macht thematisiert eine Ausstellung der Galerie der Bildenden Künstler des Berufsverbandes im BBK Frankfurt. Zu sehen sind nicht nur Arbeiten des Frankfurter Künstlers Ape Job, sondern auch des Gießener Fotografen, Diplom-Designers und Fotokünstlers Jürgen Schmidt-Lohmann (Foto). Ihre Schau unter dem Titel »Geld/Macht – macht Geld« wird am Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr in Frankfurt (Hanauer Landstraße 49) eröffnet.

Thematisch passt der Ausstellungsort perfekt: Sind die rund 40 Exponate doch vis-à-vis der Europäischen Zentralbank (EZB), dem mächtigsten Geldinstitut Europas, zu sehen. In Skulptur, Malerei, Foto und Gratofafie (Digital Art) zitieren die beiden Künstler sehr verschiedene Stilrichtungen und arbeiten Aspekte zum Thema Geld und Macht auf ganz individuelle Weise auf. Ape Job thematisiert in seinen Bildern und Skulpturen Instrumentarien und Unterdrückungsmethoden von Mächtigen. Jürgen Schmidt-Lohmann zeigt Bilder, die die Gewaltigkeit der architektonischen Selbstinszenierung von Macht und Geld hinterfragen, etwa in seiner Arbeit »Blutbank«. Dabei wendet er die von ihm selbst entwickelte Arbeitstechnik der Gratofafie an. »Kannst du mich mal gratofafieren?«, hatte ein kleines Kind Schmidt-Lohmann gefragt, als es von ihm fotografiert werden wollte. Die spielerische Verbindung der Wörter Grafik und Fotografie fand der Wahlgießener so treffend für seine Arbeitstechnik, dass er es übernommen und als Wortmarke hat schützen lassen. »Wie die Wörter umgeformt werden, werden auch meine Fotos mit Strukturen, Flächen, grafischen Elementen, Spiegelungen oder selektiven Unschärfen verändert und neu interpretiert. Somit lassen sie dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen.«

Am Freitag Vernissage

Zur Ausstellung in der Galerie der Bildenden Künstler gehört eine Führung mit beiden Künstlern am Samstag, 12. Mai, 16 Uhr. Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 27. Mai montags sowie mittwochs bis freitags jeweils von 17 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

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