25. September 2019, 22:23 Uhr

Türen an der Basilika eingesetzt

25. September 2019, 22:23 Uhr
Eine der neuen Türen der Basilika. (Foto: gl)

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort gilt auch für die Verglasung der Schiffenbergarkaden. In dieser Woche wurden nun, nach langer Vorarbeit, auch noch die beiden Türen eingesetzt. Das Projekt, und vor allem die Komplexität der Arbeiten, stellten Stadträtin Astrid Eibelshäuser, Joachim Rauch von der Unteren Denkmalbehörde, Eberhard Jung vom Hochbauamt sowie Siegfried Hamp von der Firma Semcoglas und Roman Völker von der Firma Ebersohn aus Hungen der Presse vor.

Ein Bauklimagutachten von 2009 hatte ergeben, dass die Arkadenbögen der Schiffenbergbasilika geschlossen werden müssen, um weitere Schäden durch Kondensat vom Bauwerk abzuhalten. Ein provisorischer Verschluss wurde ausprobiert. Zudem wurde die Basilika zwischen 2011 und 2015 aufwendig restauriert. Doch wie bei historischen Bauwerken üblich, gestalteten sich die Arbeiten zur Verglasung der sieben Arkadenbögen schwieriger als zunächst angenommen. Maßanfertigungen wurden erforderlich, da kein Arkadenbogen das identische Maß hat, und über die gesamte Südfassade ein Gefälle von rund 30 Zentimetern gemessen wurde. Mit dem im März des Jahres begonnenen Einbau sind die Fenster samt Stahlrahmen nun millimetergenau eingepasst. Drei Tonnen Stahl und fast 2,4 Tonnen Glas wurden eingebaut. Die großen Scheiben - allein die unteren Fenster haben ein Gewicht von 230 Kilogramm - sind mit einem möglichst filigranen Stahlrahmen darum als schwimmende Konstruktion angepasst. Nur vier Bohrungen fixieren jedes Element. Eine Belüftung der Basilika ist so weiter möglich.

Die ursprüngliche Idee, zwei Glastüren einzubauen, wurde fallen gelassen, um Rettungswegauflagen zu gewährleisten. Die Lieferung dieser beiden jeweils in den zweitäußeren Arkadenbögen angebrachten Türen als Sonderanfertigungen hatte sich verzögert. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Arkadenverglasung nach Auskunft von Denkmalpfleger Joachim Rauch auf rund 250 000 Euro. Ein Monitoring der neuen klimatischen Verhältnisse wird folgen. Die Basilika wird weiter zu bestimmten Öffnungszeiten am Wochenende und bei Veranstaltungen für Besucher geöffnet sein.

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