23. November 2018, 22:12 Uhr

Treffen der Musikergenerationen

23. November 2018, 22:12 Uhr
Musik für Tasteninstrumente erklingt im Musiksaal des Instituts. (Foto: hf)

Zum Ende ihrer 40-jährigen Tätigkeit als Musikerzieherin am Musikwissenschaftlichen und -pädagogischen Institut der Universität hatte Uta-Sophie Adorf-Kato am Donnerstag noch einmal für »Ein Haus voll Musik« gesorgt. Und sie wird es auch an diesem Wochenende tun, wenn sich am Samstag, 24. November, 19 Uhr, professionelle Solisten und Gäste der von ihr bis 2004 organisierten Uni-Kammermusikreihe im Haus D des Instituts (Phil II) versammeln. Zum Ende ihrer Tätigkeit hat die Pianistin ein komplettes Konzertfestival organisiert. In Erinnerung an die 2017 verstorbenen Institutsangehörigen Winfried Pape, Ekkehard Jost und Thomas Phleps und mit Widmung an ihre erste geschäftsführende Direktorin des Instituts, die 99-jährige Prof. Gisela Distler-Brendel, die aus gesundheitlichen Gründen als Ehrengast leider nicht anwesend sein konnte, gab und gibt es vier öffentliche Veranstaltungen.

Von Barock bis Rock

Am Donnerstag gaben Lehramtsstudierende von Adorf-Kato und Lehrbeauftragte ein Konzert unter dem Motto »Musik für Tasteninstrumente von Barock bis Rock« im Musiksaal des Instituts. Auf dem Programm standen ein Orgelpräludium von Johann Sebastian Bach (Jan Markus Brand an der Orgel der Petruskirche), Musik für Clavichord und Cembalo (Yannick Wahl), Klaviermusik von Beethoven, Chopin, Liszt und Ligeti, aber auch ein Tango mit Improvisationen für Klavier und Akkordeon, Bernsteins Song »Cool«, gesungen von Christian Reinstädtler, ein Bossa Nova, ein Pop-Arrangement für Klavier und ein Satz aus der Sonate für zwei Klaviere von Brahms, gespielt von Adorf-Kato und Philip Kapala auf den beiden Flügeln des Instituts. Da sich das Institut künftig auch stärker der Pop- und Rockmusik zuwenden wird, könnte dies eine der letzten Gelegenheiten sein, die beiden Flügel in einem klassischen Konzert zu hören. Und dass digitale Fähigkeiten für Musiker immer wichtiger werden, signalisierten Videoeinspielungen von nicht im Saal vertretenen Instrumenten, wie der Orgel der Petruskirche.

Am Freitag stellten dann bei Instrumentenführungen für Klein und Groß Studierende seltene Instrumente wie Clavichord, Diskflügel, Cembalo, E-Geige oder Silentpiano vor. Am Abend folgte ein Konzert mit dem jungen Klaviertrio Inventrio aus Nordrhein-Westfalen unter Federführung des Pianisten Richard Brenner. Neben dem dauerhaften Bassisten Moritz Götzen wurde das Trio an diesem Abend auch von Schlagzeuger Fabian Künzer ergänzt. Es erklangen unter anderem zwei Kompositionen von Ekkehard Jost.

Am heutigen Samstag, 19 Uhr, wird das Programm mit einem Kammerkonzert im Musiksaal fortgesetzt. Es geht um die Begegnung von zwei Musikergenerationen. Zahlreiche professionelle Solisten der ehemaligen Uni-Kammermusikreihe, etwa Bassist Thomas Wiegand, und Gäste der früheren studentischen Musikabende versammeln sich, um mit Adorf-Kato gemeinsam Musik zu machen. Dabei wird auch der neue Steinway-Flügel erklingen.

Den Abschluss bildet eine rein instrumentale Aufführung von »Karneval der Tiere« von Camille Saint-Saëns. Es spielen Solisten des Uni-Orchesters unter der Leitung von Stefan Ottersbach sowie ein Ensemble von (professionell musizierenden) Familienangehörigen und Verwandten Adorf-Katos – Pianist Kenji Kato, Geigerin Margarete Adorf, Bratschistin Reinhilde Adorf, Cellistin Anette Adorf-Brenner, Bassist Norbert Brenner, Klarinettist Peter Przybylla, Oboist Eckart Adorf, Sopranistin Miriam Adorf, die Schlagzeuger Shinta Kato und Takuro Kato sowie Geiger Sebastian Thiele und Flötist Michel Weiss.

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