26. Mai 2010, 22:52 Uhr

Tour der Hoffnung diesmal mit Verteidigungsminister zu Guttenberg

Gießen (mö). Zwei Jahre nach der Jubiläumstour und im Jahr eins nach der Teilnahme des Bundespräsidenten haben die Organisatoren der Tour der Hoffnung nichts unversucht gelassen, auch bei der 27. Auflage etliche Attraktionen zu bieten. Kommt (welt)politisch nichts dazwischen, dürfen sich die Gießener und Licher am 11. August auf einen Shootingstar der deutschen Politik freuen, denn angesagt für den traditionellen Prolog hat sich Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg.
26. Mai 2010, 22:52 Uhr
Rund um den Verlosungsgewinn formierten sich die Organisatoren und Unterstützer der Tour der Hoffnung aus Sport, Politik und Wirtschaft. (Foto: mö)

Gießen (mö). Zwei Jahre nach der Jubiläumstour und im Jahr eins nach der Teilnahme des Bundespräsidenten haben die Organisatoren der Tour der Hoffnung nichts unversucht gelassen, auch bei der 27. Auflage etliche Attraktionen zu bieten. Kommt (welt)politisch nichts dazwischen, dürfen sich die Gießener und Licher am 11. August auf einen Shootingstar der deutschen Politik freuen, denn angesagt für den traditionellen Prolog hat sich Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg. Dies teilte Organisationschef Gerhard Becker bei der gestrigen Präsentation der diesjährigen Tour der Hoffnung in der Licher Brauerei mit. Vom 11. bis zum 15. August werden bis zu 200 Radler/innen im Dienst der guten Sache über 360 Kilometer - und damit eine Rekordstrecke - in Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zurücklegen. Zu den acht begünstigten Einrichtungen und Kinderkliniken wird auch 2010 wieder die Forschungsförderung Onkogenetisches Labor der Gießener Justus-Liebig-Universität zählen.

Es war eine illustre Runde, die das Programm im Schalander der Brauerei vorstellte. Schirmherrin und Ex-Olympiasiegerin Petra Behle war ebenso gekommen wie Turnlegende Eberhard Gienger, der auch in diesem Jahr wieder mit dem Fallschirm am ein oder anderen Etappenziel einschweben wird.

Aber nicht nur über die hohen Gäste durfte sich Licher-Marketingchef Holger Pfeiffer freuen, sondern auch darauf, dass die Braustätte am 11. August wieder im Mittelpunkt des Auftakttags stehen wird. Laut Becker ist geplant, dass Guttenberg vom Licher Hardtberg bis nach Gießen mitradelt und dabei Station bei Sommerlad, der Volksbank Mittelhessen in der Plockstraße, bei Immobilien-Menges in der Alicenstraße und - neu im Programm - bei der Speicherboxx an der Rodheimer Straße machen soll, ehe der 43 Kilometer lange Prolog bei Coca-Cola im Teichweg endet. Auf dem Hof der Brauerei ist zudem ein Auftritt von Schlagersänger Heino geplant. Am ersten Tag ist weiterhin vorgesehen, eine eigens für die Tour gezüchtete Blume auf den Namen »Rose der Hoffnung« zu taufen. Neben Heino und dem Tagesschau-Sprecher Marc Bator werden Schirmherrin Behle und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz als Taufpaten fungieren.

Für Gießens Rathauschefin, Landrätin Anita Schneider und Fernwalds Bürgermeister Stefan Bechthold, der sämtliche 363 Kilometer abstrampeln will, war es die erste Tour-Präsentation. Becker würdigte das Engagement der Stadt Gießen, die seit vielen Jahren als Treuhänderin die Spenden durch ihre Kämmerei verwaltet.

Der notorische Tiefstapler Becker schätzte, dass nach der Rekordeinnahme von gut 1,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr dieses Jahr zwischen 850 000 und 950 000 Euro erlöst werden. Nicht ganz einverstanden mit dieser Zielmarke war Petra Behle, die die Parole ausgab: »Die Million knacken wir.«

Für die frühere Weltklasse-Biathletin, die zum zehnten Mal Schirmherrin sein wird, ist die Tour nach wie vor eine »Herzensangelegenheit«. Behle: »Mit der Tour der Hoffnung zu altern, das macht Spaß.« An die von Krebs betroffenen Kinder und Familien erinnerte Eberhard Gienger. Für den Bundestagsabgeordneten ist es immer wieder beeindruckend, »wie viel man mit einfachen Mitteln erreichen kann«. Das sieht Tour-Mitgründer Prof. Fritz Lampert ähnlich, der von einem »Wunder« sprach, dass diese Goodwill-Tour so lange durchgehalten habe und dabei immer größer und professioneller geworden sei. Seinen Beitrag dazu leistet Tour-Sprecher Jürgen Grünwald aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, der mit seiner Vortour seit Jahren große Spendenbeiträge einradelt; 2009 waren es fast 145 000 Euro. »Die Tour der Hoffnung ist eine große Familie«, sagte er.

Von Gerhard Becker, dem Sportlichen Leiter Volker Klein und Reinhard Schargitz aus Fernwald wurden schließlich noch die Golftour und die Verlosungsaktion vorgestellt, die Beträge jeweils zwischen 30 000 und 40 000 Euro einbringen sollen. Gegolft von Prominenten für den guten Zweck wird im heimischen Raum am 12. Juni in Winnerod und am 25. August in Lich.

Was die Verlosung eines Autos betrifft, kann Reinhard Schargitz in diesem Jahr eine besondere Attraktion bieten, denn zur Verfügung steht ein Opel Insignia, dessen Finanzierung der Hersteller und einige heimische Sponsoren ermöglichten. Angesichts dieses Lockmittels hofft Schargitz, alle 20 000 Lose absetzen zu können, was der Tour einen Reingewinn von bis zu 40 000 Euro bescheren würde.

Alles zur Tour der Hoffnung, darunter ein Blick auf die nach ihr benannte Rose, im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.Tour-der-Hoffnung.de" text="www.Tour-der-Hoffnung.de" class="more"%>

Schlagworte in diesem Artikel

  • Anita Schneider
  • Bundesminister für Verteidigung
  • Dietlind Grabe-Bolz
  • Eberhard Gienger
  • Gelassenheit
  • Heino
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Karl Theodor
  • Karl Theodor zu Guttenberg
  • Karl-Theodor zu Guttenberg
  • Licher Brauerei
  • Opel
  • Rosen
  • Stefan Bechthold
  • Volksbank Mittelhessen
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen