23. August 2019, 21:53 Uhr

Swing ist der Tanz des Jahres

23. August 2019, 21:53 Uhr

Gießen/Erfstadt (pm). Jährlich kürt der Berufsverband Deutscher Tanzlehrer (BDT) einen Tanz des Jahres. 2019 ist das der Swing. Mit Swing wird eine ganze Familie von Tänzen bezeichnet, die Ende der 1920er Jahre in den USA entstanden sind. Lindyhop, Shag und Balboa stehen aktuell im Mittelpunkt. In den BDT-Tanzschulen gibt es dazu im ganzen Jahr spezielle Workshops und Kursangebote.

Blütezeit des Swing waren die 1930er und 1940er. Zu den Tänzen gehören unter anderem der Lindy Hop, Charleston, Shag, Balboa, West Coast Swing, Boogie-Woogie, Cakewalk und Big Apple. Im weiteren Sinne kann man auch den Jive, Ceroc / LeRoc / Roc, Bugg und Rock ’n’ Roll zu den Swing-Tänzen zählen. Auch der Discofox bedient sich bei Elementen aus dem Swing.

Swing ist ein Rhythmus, der sich aus schwarzen Afro-Rhythmen (Yoruba und Bantu, von den aus Afrika verschleppten Sklaven in die USA gebracht) und weißer Marschmusik (von den europäischen Einwanderern) bildete, und in allen älteren Formen der Jazzmusik vorherrscht.

Der Tanz entstand in den 1920er Jahren in den großen Ballsälen New Yorks zur Musik der Big Bands, die die Jazzmusik zur orchestralen Swing-Musik weiterentwickelten. Die Energie des Tanzes, die jazztypische Improvisation und die Offenheit für andere musikalische und tänzerische Einflüsse hat zu einem weiten Spektrum an typischen Bewegungselementen geführt, das sich bis heute weiterentwickelt und erweitert.

Die ursprüngliche Variante des Tanzes stammt aus dem Tanztempel Savoy Ballroom in Harlem (New York) und wurde als Lindy Hop oder Savoy-Style Swing bezeichnet. Bei der weiteren Verbreitung wurden Einflüsse anderer Tänze wie Shag aufgenommen.

Die bekannteste Variante ist der Hollywood-Style Swing. Er wurde vor allem für die Filmindustrie in Hollywood getanzt und heißt nach seinem ersten Vertreter auch Dean Collins Style. Um die Wende der 1940er/50er Jahre entstanden, war er das weiße Pendant zum »schwarzen« Savoy-Style. Es kam darauf an, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, d. h., es wurden vermehrt Show-Elemente eingesetzt, der Tanz wurde extrovertierter und verlor viel von seinem ursprünglichen Charakter.

Als die populäre Musik von Swing zu R&B und den Anfängen des Rock’n’Roll weiterging und in den Vereinigten Staaten die Anfänge einer medial gestützten Pop-Kultur entstanden, entdeckten zunehmend Teenager den Tanz, die ihn an die neuen Musikstile adaptierten.

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