01. August 2013, 20:13 Uhr

Stupa wünscht sich ein »Studierendenhaus«

Gießen (srs). Für rund 150 Millionen Euro wird die Justus-Liebig-Universität den kultur- und geisteswissenschaftlichen Campus am Philosophikum neu gestalten. Das erste Seminargebäude soll 2015 entstehen. Das Studierendenparlament (Stupa) hat sich nun für ein »Studierendenhaus« ausgesprochen.
01. August 2013, 20:13 Uhr

Einen entsprechenden Antrag für einen Neubau, der der studentischen Selbstverwaltung zukünftig als Unterkunft dienen soll, hat das Gremium in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen.

Die Studenten wünschen sich einen Neubau in unmittelbarer Nähe zum Zentralcampus mit einer Grundfläche von mindestens 200 Quadratmetern. Nach Angaben des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) sei allerdings derzeit von Seiten der Uni eine zukünftige Unterbringung der studentischen Selbstverwaltung im Philosophikum II im Haus E vorgesehen, gemeinsam mit dem Studentenwerk. Dies lehnen die Mitglieder des Studierendenparlaments ab. Zum einen wünschen sie sich eine zentralere Lage zum neuen Campus. Darüber hinaus bestehe die Gefahr, nicht mehr als eigenständige, vom Studentenwerk getrennte Einrichtung wahrgenommen zu werden. Auf Nachfrage erklärte die Hochschulleitung, für konkrete Angaben über den zukünftigen Sitz der studentischen Selbstverwaltung sei es momentan zu früh. Der »Campus der Zukunft« befinde sich noch »im Stadium der Masterplanung«. Doch werde es »in Absprache mit den Beteiligten eine sinnvolle Lösung zur Unterbringung des AStA geben.«

Auf eine Brisanz versprechende Podiumsdiskussion machte der AStA-Referent für Hochschulpolitik und Öffentlichkeitsarbeit, Florian Stenzel, aufmerksam: So werden am 21. August ab 18.30 Uhr im Uni-Hauptgebäude die wissenschaftspolitischen Sprecher aller im Landtag vertretenen Parteien Rede und Antwort stehen. Mit Aktionen wollen der AStA und die Fachschaften auf die klamme finanzielle Lage an mehreren Fachbereichen aufmerksam machen. Wie berichtet, ist etwa dem Fachbereich Medizin seit Mai eine Haushaltssperre auferlegt. »Unsere Aktionen werden sich nicht gegen das Präsidium richten«, hob Stenzel hervor. »In der Frage ist ein Miteinander von hoher Bedeutung.« AStA-Sprecher Felix Döring nahm zu einem vom Präsidium aufgestellten Kriterienkatalog Stellung, der Regeln für die Teilnahme der Justus-Liebig-Universität an Hochschul-Rankings verankern soll. Ziel des Katalogs ist, arg vereinfachte Vergleiche mit anderen Universitäten in Zukunft zu vermeiden. »Inhaltlich sind die Kriterien ein Schritt in die richtige Richtung«, erklärte Döring. »Dass das Präsidium sich aber vorbehält, von den Kriterien in bestimmten Fällen abzuweichen, macht den Katalog unverbindlich und vage.«

Das Stupa beschloss, die »Mittelhessischen Schultheatertage« 2014 mit 500 Euro zu unterstützen. Ebenfalls einstimmig forderte das Gremium, eine dritte für den AStA tätige Bürokraft einzustellen und den Stellenumfang somit von derzeit wöchentlich 33 auf 48 Stunden zu erhöhen. Die Stupa-Vertreter bestimmten zudem fünf Referenten: In die Ausländische Studierendenvertretung wählten sie Ahmad Alaliwi, Emad Gaid und Ibrahim Zakou. Referentin für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung ist Saika Syed. Zweiter Referent im Autonomen Schwulen-Trans-Queer-Referat wurde Stefano Matiello.

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