17. April 2019, 11:00 Uhr

Straßensanierung

Startschuss im Anneröder Weg

In der Anneröder Siedlung im Gießener Osten beginnt die Sanierung der Wohnstraßen. Die einst geplanten Straßenbeiträge sind vom Tisch.
17. April 2019, 11:00 Uhr
Im Gefällstück des Anneröder Wegs beginnen die Sanierungsarbeiten. (Foto: Schepp)

Aus Sicht der Anwohner in der Anneröder Siedlung ist die wichtigste Entscheidung vor einigen Monaten im Stadtparlament gefallen: Bei der Sanierung ihrer Straßen müssen sie keine Straßenbeiträge zahlen. Insofern wird man die aktuelle Ankündigung von Bürgermeister Neidel zum bevorstehenden Beginn der Arbeiten viel gelassener sehen als noch vor Jahresfrist. Wie der Baudezernent ankündigt, beginnen Leitungsverlegung und grundhafte Sanierung im zweiten Halbjahr zunächst mit Arbeiten im unteren Anneröder Weg.

Als erster von mehreren Bauabschnitten wird der in einer Gefällstrecke liegende Bereich zwischen der Kurve zur Heinrich-Fourier-Straße und den Seitenstraßen Anger und Rehschneise in Angriff genommen. Der sogenante kleine Anneröder Weg zwischen der Heinrich-Fourier-Straße und der Licher Straße ist vion den Arbeiten nicht betroffen. Neben der Erneuerung von Straße und Gehwegen werden Arbeiten an Gas-, Wasser- und Stromversorgungsleitungen durchgeführt, Regen- und Schmutzwasserkanäle erneuert, außerdem wird die Straßenbeleuchtung modernisiert.

Völlig verändern wird sich laut Neidel auch die Optik des Anneröder Wegs: »Beidseits werden Parkstreifen angeordnet, die Gehwege und die Fahrbahn erneuert sowie durch vorgezogene Nasen und vorhandene und geplante Baumpflanzungen der Straßenraum neu gestaltet.«

 

Sondierungen behindern Verkehr

 

Bereits Ende April soll die Kampfmittelsondierung und Baugrunduntersuchung durchgeführt werden. Zur Vermeidung von Beeinträchtigungen des Anwohnerverkehrs werden parallel sogenannte Bohrlochsondierungen durchgeführt. Für die Kampfmittelsondierung werden ein bis zwei Tage veranschlagt. In dieser Zeit wird es zu Behinderungen des Verkehrs kommen. Während der Durchführung der Flächensondierung ist das Parken innerhalb des Untersuchungsbereichs nicht möglich. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, für diesen Zeitraum Parkmöglichkeiten außerhalb des Sondierungsbereichs zu nutzen und werden gebeten, den Anneröder Weg in diesem Bereich nach Möglichkeit zu meiden.

Das Tiefbauamt bittet in diesem Zusammenhang auch die Anwohner der Anneröder Siedlung, ihre Autofahrten auf das Notwendigste zu beschränken, da bei jeder Vorbeifahrt am Messgerät die Arbeiten unterbrochen werden müssten und somit weitere Verzögerungen auftreten würden. Die Baugrunduntersuchungen sollen am 2. und 3. Mai durchgeführt werden. Auch hierbei wir der Verkehr beeinträchtigt.

Bei den Baugrunduntersuchungen handelt es sich um punktuelle Aufschlüsse zur Probenahme des Bodens und der Grundwassersituationen. Mit den Bodenuntersuchungen und der Erstellung eines entsprechenden Gutachtens werden laut Neidel die Voraussetzungen der weiteren Planung geschaffen.

In den kommenden Jahren werden sich dann die Bauarbeiten vom Anneröder Weg in die Wohnstraßen Rabenweg, Anger und Hasenpfad erstrecken. Diese Arbeiten könnten sich bis 2021/22 hinziehen, vorausgesetzt, die Stadt zieht alle Bauabschnitte nacheinander durch und legt keine längeren Pausen ein.

Anwohner äußern Wünsche

Zur Frage, wie das später in den teilweise sehr schmalen Wohnstraßen aussehen könnte, hat es bereits einen Austausch zwischen Tiefbauamt und den Anwohnern gegeben. Diese hatten der Stadt nach einer selbstorganisierten Bürgerversammlung einige Wünsche übermittelt.

So wollen die Anwohner keine Bauminseln, keine Halteverbotszonen mit eingezeichneten Parkplätzen, sie wünschen sich Tempo-30-Markierungen in den Kreuzungsbereichen der Siedlung und vor allem eine andere Verkehrssituation im unteren Anneröder Weg, wo das Verbot des Gehwegparkens für Diskussionen sorgt.

Damals indes drohte auch moch eine Beteiligung von bis zu 75 Prozent an den straßenbeitragspflichtigen Kosten. Diese Sorge sind nicht nur die Bewohner der Anneröder Siedlung durch die Abschaffung der Straßenbeitragssatzung los.

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