22. Dezember 2017, 19:56 Uhr

Stadtmarketing-Gesellschaft steht vor einem Umbau

22. Dezember 2017, 19:56 Uhr
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Von Burkhard Möller

Die Gießen Marketing GmbH steht vor einem Umbau. Dies kündigte Stadtrat Peter Neidel (CDU) am Donnerstagabend im Stadtparlament an. Teil einer neuen Struktur sollen auch wieder »externe Beteiligte« sein, nachdem der 15-köpfige Beirat seine Arbeit bereits vor sechs Jahren eingestellt hatte. Im September vor einem Jahr habe die Gesellschafterversammlung der Gießen Marketing GmbH daher beschlossen, den Beirat nicht mehr einzuberufen. »Aufgelöst wurde der Beirat nicht«, antwortete Neidel auf den Einwand von Michael Janitzki (Gießener Linke), dass nur das Stadtparlament den Beirat per Beschluss auflösen könne.

Ohne Beirat kein Interessenkonflikt

Da der Beirat schon lange nicht mehr aktiv sei, könne es auch keine Interessenkonflikte mit Beiratsmitgliedern geben, antwortete Neidel auf eine Anfrage des AfD-Fraktionsvorsitzenden Steffen Reichmann. Diese zielte auf den Schausteller-Unternehmer und SPD-Stadtverordneten Andreas Walldorf ab, weil der gleichzeitig Auftragnehmer der Gesellschaft und Beiratsmitglied ist. In seiner Haushaltsrede sprach Reichmann von »Verstrickungen« der SPD in die »Geschehnisse um die Stadtmarketing GmbH«, es wurde aber nicht deutlich, was er mit »Verstrickungen« meinte.

Die völlig veralteten Angaben zu den Gesellschaftern und dem Beirat der Gießen Marketing GmbH im Beteiligungsbericht der Stadt für 2016 nahm Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) auf ihre Kappe. »Dafür übernehme ich die Verantwortung«, sagte die OB.

Wie berichtet, war Walldorf nicht nur Mitglied im Beirat des Gießen-Marketings, sondern als Vorsitzender des BID-Vereins Katharinenviertels ist er Gesellschafter. Inwieweit daraus Interessenkonflikte resultieren könnten, wurde nicht erörtert.



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