Stadt Gießen

Stadtlabor-Ausstellung nun virtuell zu betrachten

Bei der öffentlich gezogenen Bilanz des Stadtlabors zur Neukonzeption des Oberhessischen Museums wurde unter anderem bemängelt, dass es nur wenig wirklich Greifbares an Erkenntnissen und Neuvorschlägen gebe, um das Museum zeitgemäß zu machen. Nun legt das Museum aber genau so etwas vor. Denn die erste der Laborausstellungen, die noch als zweiwöchiger Gastbeitrag in der Kunsthalle gezeigt worden war, ist nun Monate später auch online als virtueller Ausstellungsrundgang jederzeit zu betrachten. Zu finden ist er gleich auf drei Homepages: auf giessen.de, transit-giessen.de und auf stadtlabor.giessen.de.
27. August 2019, 22:56 Uhr
Karola Schepp
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Ein Klick auf die Markierungen - und die Objekte erzählen beim virtuellen Rundgang ihre Geschichten. (Screenshot)

Bei der öffentlich gezogenen Bilanz des Stadtlabors zur Neukonzeption des Oberhessischen Museums wurde unter anderem bemängelt, dass es nur wenig wirklich Greifbares an Erkenntnissen und Neuvorschlägen gebe, um das Museum zeitgemäß zu machen. Nun legt das Museum aber genau so etwas vor. Denn die erste der Laborausstellungen, die noch als zweiwöchiger Gastbeitrag in der Kunsthalle gezeigt worden war, ist nun Monate später auch online als virtueller Ausstellungsrundgang jederzeit zu betrachten. Zu finden ist er gleich auf drei Homepages: auf giessen.de, transit-giessen.de und auf stadtlabor.giessen.de.

Die Website wurde im Rahmen der ersten Ausstellung des Projekts Stadt[Labor]Gießen »12-mal Gießen. Vom Hügelgrab zum Kletterwald«, kuratiert von Ludwig Brake und Georgia Rakelmann, erstellt. Methodische Hauptanliegen waren die Absenkung von Zugangsschwellen und die Einbeziehung neuer Besuchergruppen für das Museum. Im virtuellen Rundgang werden die Ausstellungsinhalte jetzt nachhaltig dokumentiert.

Auf andere Angebote übertragbar

Bernd Heilenz von Highlance media hat eine leicht kompatible Online-Präsentationsform entwickelt, die es ermöglicht, die Ausstellung - aber auch andere, falls gewünscht - im 360-Grad-Rundgang virtuell noch einmal zu besuchen. An den Objekten kann man sich mit einem Klick leicht Hintergrundinformationen, Audio- und Videomitschnitte und weitere Hinweise aufmachen. Betrachter können den Zugang über Bilder, Kurztexte oder vertiefende Texte mit jeweils nur einem kurzen Klick wählen. Auf diese Weise entsteht ein Panorama, das von der Vorzeit bis in das gegenwärtige Gießen reicht. Der Vielfalt der Gießener Stadtgesellschaft wird durch die Mehrsprachigkeit Rechnung getragen. So sind die Einführungstexte in Deutsch-Standard, Deutsch-Einfache Sprache, Englisch und Türkisch gehalten. »Es ist wie ein Bilderbuch zur Geschichte Gießens«, schwärmt Georgia Rakelmann bei der Präsentation gemeinsam mit Museumsleiterin Dr. Katharina Weick-Joch und Mit-Kurator Dr. Ludwig Brake. In jedem Bereich finde man Hinweise mit Orts- und Gegenwartsbezügen, betont Brake. Museumsleiterin Weick-Joch macht deutlich, dass es eine Aufgabe des Stadtlabors gewesen sei, zu zeigen, was möglich ist und freut sich, dass mit »12-mal Gießen« eines der wenigen Beispiele für einen virtuellen Rundgang durch eine Ausstellung geschafft worden ist. »Das gibt es sonst nur eher selten.«

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Stadtlabor-Ausstellung-nun-virtuell-zu-betrachten;art71,622288

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