22. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Stadt sichert 49 Sozialwohnungen

Gießen (pm). Für 49 Wohnungen in der Krofdorfer Sraße und in der Aubach in Allendorf hat die Stadt Belegungsrechte erworben. Damit verlängert sich in den betreffenden Sozialwohnungen die Mietpreis- und Belegungsbindung um zehn Jahre. Die Stadt wolle so dafür sorgen, dass preisgünstiger Wohnraum erhalten bleibt, teilte OB Dietlind Grabe-Bolz der Presse mit.
22. Dezember 2016, 12:00 Uhr
Einige der Wohnungen, in denen die Sozialbindung verlängert wird, befinden sich in der Krofdorfer Straße. (Foto: Schepp)

Bei diesen Wohnungen laufen die Bindungen aus, Mieterhöhungen wären möglich. Rund 300 000 Euro hat die Stadt für die Sicherung der sozialen Mieten in den 49 Wohnungen aufzubringen. Den Beschluss hat der Magistrat gefasst. Die Wohnungen gehören der Wohnbau Gießen GmbH. In der Vergangenheit hatte die Stadt bereits Rechte für weitere 38 Wohneinheiten erworben.
Insgesamt gehe die Zahl der Sozialwohnungen zurück, der Bedarf sei dagegen nach wie vor vorhanden, erläutert die OB. Um dem Rückgang entgegenzuwirken, sei eine Mischung verschiedener Maßnahmen erforderlich. Dazu gehöre auch der Neubau öffentlich geförderter Wohnungen – wie er im Rahmen der Investitionsinitiative für den sozialen Wohnungsbau bereits bis zum Jahr 2020 festgeschrieben wurde.

Mieterverein für Dauerbindung

Der Mieterverein Gießen hat die Verlängerung der Belegungsbindungen und damit die Erhaltung preisgünstigen Wohnraums begrüßt. Diesen Schritt habe der Verein schon lange gefordert, betont Vorsitzender Stefan Kaisers. Um preiswerten Wohnraum dauerhaft zu sichern, sei aber eine generelle Wiederbelebung der Wohnungsgemeinnützigkeit notwendig. Denn wenn in Gießen und an anderen Orten wieder neue Sozialwohnungen gebaut würden, werde deren Sozialbindung nach spätestens 15 Jahren wegfallen; die Mieten würden dann steigen. Von den 7000 Wohnungen der Wohnbau seien ohnehin nur 1900 in der Sozialbindung.
Um kurzfristig Druck aus dem Wohnungsmarkt im unteren Preissegment zu nehmen und einen Wettbewerb um die verbliebenen Sozialwohnungen zu vermeiden, sei ein Sofortprogramm nötig, das man in ein Dauerprogramm überführen könne, verlangt Kaisers. Es müsse sich vor allem an private Vermieter richten, um möglichst viele Wohnungen durch staatliche Förderung in eine soziale Bindung zu nehmen. Diese Wohnungen stünden dann Familien, Studierenden, Menschen mit kleiner Rente oder Geringverdienern zur Verfügung.

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