12. November 2019, 21:37 Uhr

Stadt nimmt untere »Grünberger« in Angriff

12. November 2019, 21:37 Uhr
Die teilweise fünfspurige untere Grünberger Straße soll in den nächsten Jahren umgebaut und dabei für Radfahrer sicherer werden. (Foto: Schepp)

»Mit dem Fahrrad auf der Grünberger Straße zu fahren, das ist lebensgefährlich. Um solche Stellen sollte man sich eher kümmern.« Einigen Bürgern, die sich am Montagabend bei der Informationsveranstaltung zur Einrichtung der ersten drei Gießener Fahrradstraßen im Konzertsaal des Rathauses zu Wort meldeten, fielen einige neuralgische Punkte ein, wo das Radfahren in Gießen weitaus gefährlicher sei als in der Goethestraße. Die untere Grünberger Straße zwischen Licher Gabel und Ludwigsplatz gehört mit Sicherheit dazu. Die teilweise fünfspurige Hauptverkehrsader gilt unter Gießens Alltagsradlern als gefährliches Pflaster. Das Fehlen von Schutzstreifen, der schlechte Belag sowie der schnell fließende Autoverkehr sorgen für mulmige Gefühle.

Mit seiner Kritik rannte der Mann bei Bürgermeister Peter Neidel offene Türen ein. »Man kann das eine tun ohne das andere zu lassen«, antwortete der CDU-Verkehrsdezernent und verwies auf die Planung, die die Stadt für diesen Abschnitt der Grünberger Straße in Gang gesetzt habe. »Es werden auch Radverkehrsanlagen entstehen, die für mehr Sicherheit sorgen werden«, sagte Neidel bei der Veranstaltung.

Wie der Bürgermeister am Dienstag gegenüber der GAZ erläuterte, sei ein Planungsbüro mit einer Verkehrsuntersuchung und der Entwicklung von Planungen beauftragt worden. Neidel: »Nach Abschluss der Verkehrszählungen werden unter Berücksichtigung des Radverkehrs daraus Umbaukonzepte entwickelt. Spuraufteilung und Parkmöglichkeiten müssen ebenfalls beurteilt werden.« Die Planung erstrecke sich von der Einmündung der Löberstraße am Ludwigsplatz bis zur Licher Gabel. »Auch die Kreuzung am Platz der Deutschen Einheit beziehen wir ein, insbesondere hinsichtlich der möglichen Schaffung einer Abbiegemöglichkeit aus der Moltkestraße nach links Richtung Rathaus«, fügte Neidel hinzu. Wann mit einer Umsetzung zu rechnen ist, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

Eine Beruhigung und Ordnung des Verkehrs mit mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer könnte auch zu einer Belebung und Aufwertung des seit einigen Jahren heruntergekommenen Straßenzugs beitragen.

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