05. Juli 2012, 21:13 Uhr

Sommerfest reißt großes Loch in AStA-Etat

Gießen (fd). Rund 2000 Besucher feierten am vergangenen Wochenende auf dem AStA-Sommerfest »Sturm & Klang« am Philosophikum II. Rund 40 regionale Bands spielten dort. Finanziell könnte das Festival jedoch Folgen haben. Insider schätzen den Verlust auf 30 000 Euro.
05. Juli 2012, 21:13 Uhr

Markus Gretschel, Referent für Öffentlichkeit und Koordination beim Allgemeinen Studierendenausschuss der Justus-Liebig-Universität, möchte das so nicht bestätigen. Dennoch räumt er mit Blick auf die im Raum stehenden Zahlen ein: »Es könnte soweit kommen.« Zur besseren Einordnung: Der Gesamthaushalt der Studierendenschaft für das gesamte letzte Jahr belief sich auf etwa 500 000 Euro.

Offizielle Zahlen zum Festival liegen noch nicht vor. Auf der Website des AStA erklären die Finanzreferenten Michael Schröder und Björn Gerlach jedoch schon jetzt, dass sie wegen der zu erwartenden Verluste den Haushalt für alle Neuanträge sperren. Ausgenommen sind lediglich der Fachschaftstopf und Investitionen, die aus Rücklagen finanziert werden.

Besucher des Festivals kritisierten, dass »Sturm & Klang« im Vorfeld zu wenig beworben wurde. Auch der Zeitpunkt des
AStA-Sommerfests am vergangenen Wochenende sei nicht ideal gewählt worden: So veranstaltete etwa die Kulturinitiative Gießen parallel ihr Festival »Ya Hozna« im Europaviertel.

Auch Gretschel erklärt für den AStA: »Es kam an beiden Tagen viel zusammen. Die Kommunikation ist nicht gut gelaufen.« Am Samstagabend war die Nachfrage nach Tickets für die kostenpflichtigen Konzerte im Audimax so gering, dass sich die Veranstalter kurzerhand entschieden, komplett auf die Eintrittsgelder zu verzichten und die Türen zu öffnen. Gretschel bestätigt: »Es waren nur relativ wenige Karten verkauft.« Besucher, die bereits im Vorverkauf Tickets erworben hatten, konnten sich das Geld an der Kasse zurückgeben lassen.

Die Sperre des Haushalts der Studierendenschaft soll bis zur Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes erhalten bleiben. Dieser wird nach Angaben des Allgemeinen Studierendenausschusses aufgestellt, sobald konkrete Zahlen zum Festival vorliegen und die Prüfungsphase vorbei ist. Die Haushaltsmittel des AStA stammen aus den Beiträgen, die jeder Studierende bei seiner Einschreibung und bei der Rückmeldung zahlen muss.

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