Stadt Gießen

Skyline statt Beton-Tristesse

Zwölftklässler der Fachoberschule Gestaltung der Willy-Brandt-Schule haben auch in diesem Jahr im Fach »Lebensräume gestalten« Entwürfe für die Gestaltung eines Gebäudes in der Stadt angefertigt. Unter Anleitung des Projektleiters Wennemar Rustige und des EDV-Lehrers Andreas Arcularius haben sich die Schüler mit einer grauen Außenwand am Uniklinikum beschäftigt. Diese befindet sich unmittelbar vor den Fenstern eines Bürotrakts im Untergeschoss. Durch sie ist es eher dunkel in den Büros und sie bietet einen eher tristen Ausblick aus den Fenstern.
27. Mai 2019, 22:12 Uhr
Karola Schepp
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Die Wahl fällt auf den Entwurf von Beatriz Petermann (vorne). (Foto: Schepp)

Zwölftklässler der Fachoberschule Gestaltung der Willy-Brandt-Schule haben auch in diesem Jahr im Fach »Lebensräume gestalten« Entwürfe für die Gestaltung eines Gebäudes in der Stadt angefertigt. Unter Anleitung des Projektleiters Wennemar Rustige und des EDV-Lehrers Andreas Arcularius haben sich die Schüler mit einer grauen Außenwand am Uniklinikum beschäftigt. Diese befindet sich unmittelbar vor den Fenstern eines Bürotrakts im Untergeschoss. Durch sie ist es eher dunkel in den Büros und sie bietet einen eher tristen Ausblick aus den Fenstern.

Von der Kunstbeauftragten des Klinikums, Dr. Susanne Ließegang, wurden die Schüler darüber informiert, welche Zielsetzung mit einer Umgestaltung verfolgt wird. Unter Anleitung von Regina Seuling erstellten sie technische Zeichnungen.

Entscheidung der Mitarbeiter

Entstanden sind dabei sehr vielfältige und spannende Ideen. Pia Roths, Julia Heinischs und Tom Lobers Entwürfe sehen weite, mehr oder weniger abstrahierte Landschaften für die Wand vor. Lennart Masuch dagegen entwirft ein Unterwasserbild und Emma-Lou Klar möchte überdimensionale Spray-Flaschen darstellen, die eine Vielzahl von Dreiecken auf die Wand zu sprühen scheinen. Beatriz Petermann möchte eine farbenfrohe Stadtsilhouette auf die Wand projizieren, Antonia Mattern dagegen einen Blätterwald. Neben diesen eher konkreten Entwürfen haben sich andere Schüler eher für abstrakte Gestaltungen entschieden. So würde Jana Weirich ein breites Band bestehend aus vielen Vielecken in Blau- und Grüntönen auf die Wand aufbringen.

Die Ideen zur Gestaltung der Wand wurden in einer Ausstellung in der Schule präsentiert und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit bewertet. Anfang April traf eine Jury eine Vorauswahl. Die drei favorisierten Entwürfe von Beatriz Maria Petermann, Julia Heinisch (Platz 3) und Emma-Lou Klar (Platz 2) wurden den Mitarbeitern vor Ort vorgestellt. Deren Wahl fiel auf den Entwurf von Beatriz Petermann und ihre farbenfrohe Stadtsilhouette. Die Umsetzung wird federführend von Leon Wüstenhagen, einem ehemaligen Schüler der Fachoberschule und gelerntem Maler und Lackierer, sowie weiteren Schülern durchgeführt werden. Renate Seeger-Brinkschmidt vom Freundeskreis Kunst im Uniklinikum überreichte kleine Geldpreise. Schulleiterin Martina Röder hielt zur Preisverleihung eine kurze Ansprache.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Skyline-statt-Beton-Tristesse;art71,595250

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