22. August 2018, 21:43 Uhr

Sein Platz auf der Kirchenbank blieb selten leer

22. August 2018, 21:43 Uhr
Herbert Rinker (r.) und sein Vorgänger im Amt, Walter Schnorr, tragen die Erntekrone in die Kirche. (Foto: rc)

Seit Anfang dieses Jahres hat Herbert Rinker etwas mehr Zeit. Seine ehrenamtliche Aufgabe als Kirchmeister der evangelischen Kirchengemeinde Lützellinden ging mit dem Monat Dezember zu Ende. Dem 76-Jährigen war daran gelegen, seine Nachfolge zu regeln und die Amtsgeschäfte ordentlich zu übergeben. Im Januar wurde er in einem Gottesdienst verabschiedet.

Die Bezeichnung Kirchmeister stammt aus den presbyterialsynodal verfassten evangelischen Kirchen im Westen Deutschlands. Lützellinden zählt – anders als die Gemeinden in der Stadt – zur Evangelischen Kirche im Rheinland. Das Amt wird ehrenamtlich und von Laien begleitet. 14 Jahre arbeitete der Lützellindener als Kirchmeister, 2003 wurde er Nachfolger von Walter Schnorr. Viel Schreibtischarbeit zählte zu seinen Aufgaben, er erledigte das Meldewesen der Lützellindener Kirchengemeinde, registrierte die Kirchenaustritte und hatte die Übersicht über die kirchlichen Amtshandlungen. »Früher musste ich alles per Hand erledigen«, weiß der gelernte Werkzeugmacher- und Maschinenbaumeister.

Herbert Rinker blickt gerne auf die Zeit als Kirchmeister zurück. Er war auch Mitglied des Kreissynodalvorstandes. Der Ruheständler ist ein Vereinsmensch, war lange Jahre Vorsitzender des MGV 1877 Lützellinden und singt im Verein und im Kirchenchor, dessen Gründung er mitinitiierte. »Das ist mein Hobby«, freut er sich. Rinker organisierte Klausurtagungen des Presbyteriums und zeichnete auch für die jährlichen Gemeindefahrten verantwortlich. »Die schlimmste Zeit war, als die Kirche ohne Organist dastand«, weiß Rinker. Sein Platz in der ersten Bank im Gotteshaus an Sonn- und Feiertagen und sonstigen kirchlichen Veranstaltungen war selten leer.

Nachfolgerin Andrea Hofmann hat der Ruheständler gut eingearbeitet und er ist immer da, wenn es im umfangreichen Arbeitsbereich Fragen gibt. So ganz ohne Beschäftigung ist Rinker, der hilfsbereite Mann mit Detailwissen über die Kirchengemeinde und ihre Einrichtungen, aber immer noch nicht. Er tritt in Erscheinung, wann und wo es erforderlich wird, und wirkt weiterhin gerne »zum Wohle der Gemeinschaft«.

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