13. November 2019, 21:46 Uhr

Schreinerei Möll wird abgerissen

13. November 2019, 21:46 Uhr
Auf dem Areal der einstigen Schreinerei soll ein Spielplatz entstehen. (Foto: Schepp)

Die große Umstrukturierung des Flussstraßenviertels wirft ihre Schatten voraus. Einige Wohnungen in Schwarzlachweg und Werrastraße stehen bereits leer, sie werden auch nicht mehr neu vermietet. Das bestätigt Wohnbau-Geschäftsführer Reinhard Thies gegenüber dieser Zeitung. Und: Mit dem Abriss der einstigen Schreinerei Möll soll noch in diesem Jahr begonnen werden. In dieser Woche sind bereits Materialien angeliefert worden.

Die Rahmenplanung für das Gebiet zwischen Marburger Straße, Sudetenlandstraße, Schwarzlachweg und Ederstraße umfasst für die nächsten 25 bis 30 Jahre eine weitreichende Umstrukturierung. Die Idee sieht unter anderem vor, nahezu alle bestehenden Häuser abreißen und die Neubauten ein Stück nach hinten in Richtung der weitläufigen Wiesen versetzten zu lassen. Dadurch würden auch dringend benötigte Parkflächen entstehen. Die Häuserblöcke stammen größtenteils aus den 50er Jahren, viele sind marode, einige Wohnungen musste die Wohnbau wegen Setzrissen schon als unbewohnbar erklären. Derzeit befinden sich in dem Areal 678 Wohneinheiten, am Ende des Prozesses könnten es laut Planung 698 sein.

Auf dem Gelände der einstigen Schreinerei Möll wird nun der erste Schritt gemacht. Hier soll ein Spielplatz entstehen, quasi als Ausgleich für jenen in der Fuldastraße, der durch den Neubau eines Wohnhauses weggefallen ist. Die dort entstandenen 24 Ein- bis Zweizimmerwohnungen sollen laut Thies Anfang 2020 in die Vermietung gehen.

Das Möll-Areal wird die Stadt der Wohnbau abkaufen, wie der Wohnbau-Chef erklärt. »Die Beschlüsse sind da, die Stadt bereitet den Ankauf derzeit vor.« Zu der Vereinbarung gehöre auch, dass die Wohnbau die Fläche »abgeräumt« übergeben wird. »Der Abriss wird dieses Jahr eingeleitet.«

2020 könnte es dann direkt nebenan weitergehen. Die Architekten stellen sich hier den Abriss der jeweils ersten beiden Häuser des Schwarzlachwegs (41 bis 47) sowie der Werrastraße (2 bis 8) vor.

In der Vergangenheit haben die Verantwortlichen stets betont, dass die Bewohner alle im Viertel bleiben können. Die Wiederherstellung der alten Grundrisse sei aber nicht möglich. Heißt: Die Bewohner bekommen an alter Stätte neue Wohnungen mit neuen Zuschnitten.

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