26. Januar 2010, 22:12 Uhr

Schnee und Frost verzögern Bauvorhaben

Gießen (mö). Über viele Jahre waren die Stadt und die von ihr beauftragten Baufirmen im Winter zwar nicht von der Sonne verwöhnt, aber die Witterung war meistens derart mild, dass Großbaustellen wie die Frankfurter Straße oder der Marktplatz ohne wetterbedingte Unterbrechungen abgewickelt werden konnten. Im vergangenen und vor allem in diesem Jahr sieht die Sache völlig anders aus: Schnee und Frost verhindern bislang den geplanten Start von Bauvorhaben wie den Umbau der Licher Straße und die Neugestaltung des Kreuzplatzes.
26. Januar 2010, 22:12 Uhr
Schnee und Frost haben Gießen derzeit fest im Griff. Das verhindert auch den geplanten Baubeginn in der Licher Straße, die momentan durch eine Winterlandschaft führt. (Foto: Schepp)

Gießen (mö). Über viele Jahre waren die Stadt und die von ihr beauftragten Baufirmen im Winter zwar nicht von der Sonne verwöhnt, aber die Witterung war meistens derart mild, dass Großbaustellen wie die Frankfurter Straße oder der Marktplatz ohne wetterbedingte Unterbrechungen abgewickelt werden konnten. Im vergangenen und vor allem in diesem Jahr sieht die Sache völlig anders aus: Schnee und Frost verhindern bislang den geplanten Start von Bauvorhaben wie den Umbau der Licher Straße und die Neugestaltung des Kreuzplatzes.

Wie Baudezernent Thomas Rausch am Dienstag auf Anfrage sagte, sei derzeit nicht abzusehen, wann mit den Arbeiten begonnen werden kann. »Es soll in dieser Woche ja noch zu Schneefällen kommen, außerdem werden einige Minusgrade erwartet. Bei diesem Wetter bringen die Baufirmen ihre Geräte erst gar nicht in Stellung«, erläuterte der Stadtrat. Eine Großbaustelle wie die Licher Straße werde damit begonnen, dass Umleitungsschilder aufgestellt und Markierungen auf die Fahrbahn aufgetragen werden müssen. Rausch: »Man kann sich unschwer vorstellen, dass das jetzt nicht geht.« Gleichwohl hätten die Firmen teilweise bereits Absperrungen gestellt und Materiallager angelegt, um sofort loslegen zu können, wenn es die Witterung erlaubt.

Was die Licher Straße betrifft, schließt Rausch aus, dass es zu größeren Problemen mit Fristen kommt. Bei diesem Projekt, das aus Konjunkturprogramm-Mitteln finanziert wird und daher bis Ende 2011 abgeschlossen und abgerechnet sein muss, habe man zeitlich »Luft«. Ähnlich verhalte es sich mit dem zweiten Bauabschnitt in der Fußgängerzone. Diese Arbeiten sollen ohnehin erst im März beginnen; heute endet die Ausschreibungsfrist des Auftrags zur Verlegungen neuer Versorgungsleitungen sowie zur Umgestaltung von Kaplansgasse, Löwengasse, Katharinengasse und Bahnhofstraße. Laut Ausschreibung soll dieser Auftrag bereits Ende Juni abgearbeitet sein.

Witterungsbedingt aufgehalten wird die Stadt momentan dagegen bei der Erledigung von Restarbeiten des ersten Bauabschnitts. Diese betreffen einerseits die endgültige Neugestaltung des Kreuzplatzes sowie den Umbau der Sonnenstraße, sagte Rausch. In der Kaplansgasse muss zudem ein kaputter Kanal ersetzt werden.

Angesichts der Wetterlage bat Rausch um Verständnis, dass es auch im Betrieb des Reinigungs- und Fuhramts zu Störungen komme. Der Eindruck sei aber falsch, dass die Stadtreinigung derzeit ihre Arbeit komplett eingestellt habe. Das Problem sei eben, dass momentan die mit Wasserreinigung arbeitenden Maschinen nicht eingesetzt werden könnten. Dies führe dazu, dass sich mancher Unrat und manch übler Geruch, zum Beispiel in der neugestalteten Unterführung am Berliner Platz, nicht so schnell beseitigen ließen. Und was die vermeintlich unzureichende Schneeräumung betrifft, verwies der Stadtrat auf den Zwang, die beschränkten Streusalzreserven dosiert einzusetzen. Rauschs Appell an die Gießener Bürger: »Es ist halt mal richtig Winter. Darauf muss man sich einstellen.«

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