24. Juni 2019, 21:31 Uhr

»Schlammbeiser« Axel Pfeffer seit Montag ein 75er

24. Juni 2019, 21:31 Uhr
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Von Armin Pfannmüller
Macht auch mit 75 Jahren eine gute Figur: Axel Pfeffer. (Foto: Schepp)

Am Vormittag war er im Fachmarkt, am Nachmittag auf der Baustelle. »Ich halte mich selbst nicht für so wichtig«, sagt Axel Pfeffer. Dieser Satz spricht für die Bodenständigkeit und Bescheidenheit des »Schlammbeisers«, der am Montag 75 Jahre alt geworden ist. Feiern will er das runde Wiegenfest vielleicht irgendwann demnächst. »In unserer Familie waren Geburtstage immer ganz normale Arbeitstage«, fügt er hinzu. Dabei hat der Neu-Fünfundsiebziger eine ganze Reihe von Feldern, auf die er mit Stolz zurückblicken kann. Da ist zum einen der Betrieb in der Löberstraße, den der Bau- und Kunstschlossermeister viele Jahr lang erfolgreich geführt hat. Vor drei Jahren hat er das Firmenschild abgeschraubt und den Blaumann an den Nagel gehängt.

Axel Pfeffer war Sportwart und Vorsitzender des Tennisclubs Rot-Weiß Gießen, Spielleiter, Regelreferent und Vizepräsident im HTV und 26 Jahre lang Oberschiedsrichter im Deutschen Tennisbund.

Zu seinen vielen Ehrenämtern zählte lange Jahre die Fassenacht. Bei der GFV war er nicht nur Sitzungspräsident, zwei Jahrzehnte lang nahm er als »Schlammbeiser« auf unnachahmliche Art und Weise das Stadtgeschehen und seine Protagonisten auf die Schippe. Ebenfalls ehrenamtlich ist Axel Pfeffer schon seit vielen Jahren als Laienrichter am Sozial- sowie am Arbeitsgericht tätig. Viel hat der CDU-Stadtverordnete zudem für den Erfolg der Landesgartenschau 2014 getan - zunächst im Vorstand des Fördervereins. Dass Nachhaltigkeit für den Mann aus der Löberstraße nicht nur ein Modewort ist, zeigt er durch sein dauerhaftes Engagement im Verein Garten-Stadt Gießen. »Der Stadtpark Wieseckaue ist zu einem Kleinod geworden.«

Ihre liebste Rolle haben Axel Pfeffer und seine Frau Marga vor etwa zwei Jahren gefunden: Als Großeltern. Wenn der 75-Jährige über die Zwillinge seines Sohnes Markus und seiner Schwiegertochter Geraldine spricht, gerät er ins Schwärmen. »Michel ist der Rocker, Lilli eher ein Feingeist«, fasst er die Wesenszüge der Enkel zusammen. Dass nicht alle Spielgeräte, die er mit dem Familiennachwuchs ausprobiert, »opagerecht« ausfallen, bekommt er regelmäßig am eigenen Leib zu spüren. Wenn sich nach dem Zeitvertreib mit den Enkeln Rücken oder Knie bemerkbar machen, wünscht er sich mehr Kreativität bei den Spielplatzbauern. »Hochbeete sind ja schon erfunden worden, Hochsandkästen leider noch nicht.«



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