11. Januar 2019, 21:38 Uhr

Schiebt Ägypten Gießener Schüler ab?

11. Januar 2019, 21:38 Uhr

Hoffnung für die Familie des in Ägypten verhafteten 18-Jährigen aus Gießen: Wie der Vater gegenüber dieser Zeitung sagt, haben ägyptische Medien über die bevorstehende Freilassung seines Sohnen berichtet. Er soll nach Deutschland abgeschoben werden. Wann er aus dem Gewahrsam der örtlichen Behörden entlassen werde, wisse er nicht, sagt der Vater dieser Zeitung. Eine Bestätigung durch das Auswärtige Amt steht noch aus.

Erst am Donnerstag hatte das Auswärtige Amt der GAZ bestätigt, dass sich der seit drei Wochen vermisste 18-jährige Gießener in Gewahrsam der örtlichen Behörden befinde. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wird ihm vorgeworfen, er hätte sich IS-Kämpfern anschließen wollen. AFP bezieht sich auf Angaben aus ägyptischen Sicherheitskreisen; demnach seien bei dem Gießener Karten des nördlichen Sinai gefunden worden, wo eine Untergruppe der Miliz Islamischer Staat (IS) immer wieder Anschläge verübt. Der Vater des 18-Jährigen bestreitet die von den ägyptischen Staatsmedien verbreiteten Terrorvorwürfe vehement. Er vermutet vielmehr, die Festnahme sei »Rache« des Regimes, weil er – der Vater – sich für Menschenrechte einsetze und gegen die Regierung vor Ort sei.

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