12. März 2018, 21:28 Uhr

Satte Sounds und eine Botschaft

Rund 200 Konzerte spielen die Jungs aus New York pro Jahr. Dieselben Songs, die gleichen Geschichten. Dennoch schafft es die A-cappella-Formation, ihrem Publikum zu suggerieren: Das ist nur für euch! Auch am Sonntagabend in der Kongresshalle Gießen. Das Geheimnis von Naturally 7: Sie sind verdammt gut – und verdammt smart.
12. März 2018, 21:28 Uhr
Naturally 7 bieten in der Kongresshalle Gießen eine großartige Show. (Foto: sk)

Was das Ensemble mit jamaikanischen Wurzeln wohl einzigartig auf diesem Niveau macht: Die Sänger sorgen mit ihren Stimmen selbst für die instrumentale Begleitung ihrer Songs. Das Septett um den musikalischen Leiter Roger Thomas begeisterte mit dem daraus resultierenden satten Sound die Gäste in der ausverkauften Kongresshalle. Darunter viele Besucher, die zum ersten Mal bei einem Konzert der A-cappella-Formation aus New York gewesen sind. Woher man’s weiß? Die ehemaligen Kirchenchorsänger fragen es ab, die Zahlgäste heben fleißig die Hand. Ein paar Lebensweisheiten gibt es zwischen den Liedern auch noch. Die Botschaft: Vergesst euren Stress und eure Sorgen während dieser zwei Stunden hier im Saal. Genießt es, habt eine gute Zeit. Die Botschaft kommt an. Die Leute lachen, klatschen, singen mit und stehen im letzten Drittel des Konzerts.

Der Höhepunkt war aber ein eher leiser Moment. Ohne »Instrumente«, ohne Mikrofone: »Sound of Silence«. Der Song von Simon & Garfunkel aus dem Jahr 1964. Eine Interpretation, die das Publikum beeindruckt.

Ob Schlagzeug, E-Gitarre oder Trompete: Wenn Naturally 7 Lieder wie »While my guitar gently weeps« von den Beatles, Phil Collins’ »In the Air tonight« oder »Fix you« von Coldplay interpretieren, dann ist das eine Art Wimmelbild fürs Ohr, wenn der Zuschauer versucht, das Klangbild von »Instrumenten« und Gesang in seinen Einzelteilen wahrzunehmen. Aber Naturally 7 covern nicht nur, sondern präsentieren auch zahlreiche eigene Songs von ihrer aktuellen CD »Both Sides Now«.

Naturally 7 sind in Deutschland immer noch eine Art Geheimtipp. Aber das wird sich ändern, wenn sie weiter so fleißig in den kleineren Hallen auftreten. Den Besuchern in Gießen haben sie das Versprechen abgenommen, beim nächsten Konzert in der Nähe wieder dabei zu sein, sollte es ihnen gefallen haben. Daran kann es allerdings nur wenig Zweifel geben: Tosender Applaus nach zwei Stunden Vollgas-a-cappella.

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