10. Juni 2018, 18:45 Uhr

Sandwich-Enten auf der Wieseck

10. Juni 2018, 18:45 Uhr
Auf Los geht’s los. (Foto: rha)

Gießen (rha). Große Aufregung bei den kleinen Besuchern des neunten Gießener Entenrennens am Sonntag: »Da kommen die Enten«, rufen sie begeistert, als der Bagger auf die Brücke Am alten Gaswerk zurollt. Die letzten Teilnehmer werden in die Baggerschaufel geworfen. Dann gibt Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz den Startschuss, der Radlader kippt die Schaufel nach unten und rund 1500 Gummi-Enten klatschen ins Wasser. Der Schwarm legt einen flotten Start hin, doch der Eindruck täuscht: Der Wasserstand der Wieseck ist niedrig. Ein schnelles Rennen wird das nicht.

Vorab wurden von der OB bereits die schönsten Renn-Enten prämiert. Gleich dreimal darf sich das Team aus dem »Café Geißner« freuen. Dort haben die Mitarbeiter schon einen internen Wettstreit um die kreativste Ente ausgetragen. Eine Ente, die mit schweren Goldketten um den Hals an »Mr. T« erinnert, belegt jetzt beim offiziellen Wettbewerb den dritten Platz. Auf Platz zwei landet eine Dragqueen-Ente mit feiner Locken- perücke und glitzerndem Lidschatten – nur die eigens angefertigten Beine in Netzstrumpfhose hat sie für das Rennen abgelegt. Als schönste Ente des Wettbewerbs ging eine Feder-Ente an den Start.

Aber nicht nur die prämierten Enten der Konditorei sehen gut aus. Auch viele andere Teilnehmer haben ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Vom Drachen bis zur Sandwich-Ente schippern allerlei Kunstwerke auf dem Wasser. Verboten sind allerdings technische Manipulationen wie Motoren oder ähnliches. Nur acht Zentimeter lange Enten vom Typ »Speedy« sind zum Start zugelassen. Für fünf Euro waren die Tierchen vor dem Rennen zu erwerben. Den Erlös spendet der Lions Club »Justus von Liebig« an die sozialmedizinische Nachsorge der Startklar gGmbH.

Zurück auf die Wieseck: Schnell setzt sich ein Spitzenfeld ab. Eine gelbe Ente hat bald deutlichen Vorsprung vor den anderen Teilnehmern. Trotzdem bleibt es spannend. Immer wieder gilt es. Hindernisse zu überwinden. Manche Ente schlängelt sich geschickt zwischen Stock und Stein durch, während andere träge vor sich hindümpeln. Die Zuschauer spazieren an der Rennstrecke entlang und feuern die Gummitiere an. Nach einer knappen Stunde trifft die Siegerente im Ziel in der Nähe der Bleichstraße ein. Nummer 8826 hat die Strecke am schnellsten gemeistert. Ihr Besitzer darf sich über ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniaturwunderland für vier Personen freuen. Ergebnisse unter giessener-entenrennen.de.

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