19. August 2010, 21:40 Uhr

Rotarier verteilen Bio-Brotboxen

Gießen/Hüttenberg (gbp). Eine Scheibe Vollkornbrot, zwei gesunde Brotaufstriche, eine Möhre, Rosinen und ein Beutel Tee, alles in Bioqualität: Rund 1500 Bio-Brotboxen, 200 mehr als im vergangenen Jahr, lässt der Rotary-Club Gießen-Altes Schloss derzeit an die Erstklässler von 34 Grundschulen in Stadt und Landkreis Gießen verteilen.
19. August 2010, 21:40 Uhr
Die »Brotpack-Gruppe« mit Fußballstar Nia Künzer in der Mitte (im hellen Oberteil) und einige der dankbaren Empfänger. (Foto: gbp)

Gut 50 Helfer füllten am Mittwoch in den Räumen des Biocaterers »Safran« in Hüttenberg die wiederverwendbaren gelben Boxen. Mitten unter den fleißigen Packern auch die einstige Profifußballerin Nina Künzer, diesjährige Patin der Gießener Bio-Brotbox-Aktion.

Neben »Golden-Goal«-Torschützin der Frauen-WM 2003 unterstützen zahlreiche regionale Unternehmen die Kampagne für eine gesunde Schulernährung. Auch Prof. Peter Felix-Henningsen, Präsident des Rotary-Clubs Gießen, packte kräftig mit an.

»20 bis 30 Prozent der Grundschüler kommen ohne ein Frühstück zur Schule«, so Dr. Hans Hammermann, Organisator der Gießener Aktion. Sie verfolge drei Ziele: Jedes Kind soll täglich frühstücken können, das Frühstück soll gesund sein, und die Kinder sollen den Wert einer gesunden Ernährung nachhaltig schätzen lernen. »Die Zahl der übergewichtigen Schulanfänger hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen«, weiß Hammermann. Die Folgen: Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein erhöhtes Diabetesrisiko bereits im Kindesalter.

»Vorbeugung ist für mich das Beste, was man für ein gesundes Leben tun kann«, betont Aktionspatin Nia Künzer. »Wenn man fit für die Schule sein will und nebenher auch noch Sport treibt, braucht man eine Menge Energie über den ganzen Tag«, sagt sie. »Ein gesundes Frühstück ist hierfür die beste Grundlage.«

2002 wurde die Initiative ins Leben gerufen. In diesem Jahr werden in 14 Bundesländern über 180 000 Bio-Brotboxen an Erstklässler verteilt. Die Gießener Rotarier organisieren die Aktion mittlerweile zum dritten Mal. Im ersten Jahr wurden 650, im Jahr darauf 1300 und nun gar 1500 Boxen verteilt. Aber: »Es wird immer schwieriger, Sponsoren zu finden«, bedauert Hammermann, der die Aktion 2008 nach Gießen geholt hat. Akzeptanz und Resonanz in den Schulen indes seien groß. »Viele Grundschullehrerinnen haben mir erzählt, dass die Kinder die Boxen auch noch nach einem Jahr immer wieder mit in die Schule bringen.«

Im Laufe des Jahres sind weitere gesundheitsfördernde Aktionen an Schulen geplant. Die LTi Gießen 46ers, die die Bio-Brotbox-Aktion von Beginn an unterstützen, engagieren sich in ihrem Schulprojekt »LTi46er@school« seit Jahren dafür, Kindern Spaß an Sport und Bewegung zu vermitteln. Weitere Aktionspartner in Gießen planen eine präventive Rückenschule für Dritt- und Viertklässler unter physiotherapeutischer Begleitung.

Mehr Informationen - auch zu weiteren Aktionen - im Internet: <%LINK auto="true" href="http://www.biobrotbox-giessen.de" text="www.biobrotbox-giessen.de" class="more"%>.

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