22. September 2019, 14:00 Uhr

Neueröffnung

»Reynabi« kommt nun auch in die Gießener Innenstadt

In der Grünberger Straße ist er legendär, dort stehen die fans Schlange. Nun eröffnet Haydar Kalanc in der Dammstraße eine zweite Filiale seines etwas anderen Dönerladens »Reynabi«.
22. September 2019, 14:00 Uhr
Zur Eröffnung ist auch Derman gekommen, die Mutter von Haydar Kalanc (r.). Das freut auch seinen Geschäftspartner Jawad Houraidi. (Foto: Schepp)

Haydar Kalanc steht auf einem Hinterhof in der Dammstraße. Und er ist nicht alleine. Seine Ehefrau Seren und sein Freund und Geschäftspartner Jawad Houraidi sind auch da. Selbst seine Mutter Derman ist extra aus dem Osten der Türkei nach Gießen gekommen. Denn ihr Sohn steht vor einem großen Schritt. In einer Woche will Kalanc hinter dem Späti-Kiosk eine zweite Filiale seines Reynabi-Döners eröffnen. Aufgeregt? Der Gießener grinst: »Und wie.«

Kalancs Lokal in der Grünberger Straße hat eine große Fangemeinde. Das liegt zum einen an den regionalen und saisonalen Zutaten, mit denen hier das Essen zubereitet wird. Gurken, Tomaten und Auberginen stammen aus dem heimischen Garten, manchmal bringen auch Freunde frisches Gemüse vorbei. Das Mehl für das Fladenbrot bezieht Kalanc von einem befreundeten Demeter-Bauern aus der Region. Das kommt so gut an, dass die Kunden auch eine längere Wartezeit in der Schlange akzeptieren.

Doch mittlerweile hat der Andrang überhand genommen. »Mein Mann hat auch kaum noch Zeit für Gespräche oder eine Runde Backgammon«, sagt seine Ehefrau Seren. Das soll sich durch den neuen Laden ändern. Er wolle daher auch nicht weiter wachsen, betont Kalanc. »Wir wollen das Ganze eher entzerren.«

Einweihungsfeier am 28. September

Genügend Platz hat Kalanc in der Dammstraße. Zehn Tische für rund 40 Personen stehen bereit, zudem soll auch der Außenbereich mit Sitzgelegenheiten ausstattet werden. Kalancs Geschäftspartner Jawad Houraidi ist ebenfalls voller Tatendrang. »Es geht uns nicht nur ums Essen, wir wollen auch ein Treffpunkt sein.« Für das passende Ambiente haben, wie schon im Lokal in der Grünberger Straße, viele Freunde mit angepackt. Eine Lehrerin hat die Speisekarte kunstvoll entworfen, der spanische Künstler Juan verschönerte die Fassade mit einem Grafitti.

Das Reynabi-Team weiß, dass die Konkurrenz in der Dammstraße größer ist als in der Grünberger Straße. Das Döner-Dreieck trägt seinen Namen schließlich nicht ohne Grund. Houraidi glaubt jedoch, ein andere Zielgruppe ansprechen zu können. »Jeder hier hat seine Stärken. Unsere sind Qualität und Regionalität.«

Ab dem 1. Oktober können sich die Gießener selbst ein Bild machen. Nicht nur bei Döner und Dürüm, sondern auch bei klassischer, glutenfreier oder aber mit Dinkelmehl gebackener Pizza. Am 28. September soll es zudem eine Eröffnungsfeier geben. Eine Balkanband und eine Harfespielerin werden ab 16 Uhr für Stimmung sorgen. Damit auch am neuen Standort der Name mit Leben gefüllt wird. Reynabi ist kurdisch und bedeutet »Komm bald wieder«.

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