10. Juni 2019, 21:51 Uhr

Rettung steht an erster Stelle

10. Juni 2019, 21:51 Uhr
Hunderte Christen sind am Pfingstmontag zu dem Gottesdienst auf den Schiffenberg gekommen. (Foto: csk)

Manche Reihenfolge gilt hoch oben auf dem Berg genauso wie tief unten in der Höhle. »Nicht richten, sondern retten«, hieß das biblische Motto für den ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag auf dem Schiffenberg, an dem rund 700 Besucher vor der Basilika teilnahmen. Der katholische Dekan Willi Gerd Kost (Dekanat Rodgau) modifizierte es in seiner Predigt ein wenig. »Salvation first!«, die Rettung zuerst, forderte er und fand dafür einen überraschenden weltlichen Aufhänger. Vor fast genau einem Jahr, am 23. Juni 2018, waren in der Tham-Luang-Höhle in Thailand zwölf Mitglieder einer Jugendfußballmannschaft von Regenmassen eingeschlossen worden.

Gerettet zu werden habe auch für diese Vermissten mit Sicherheit an erster Stelle gestanden. Das Richten, also die Suche nach den Unglücksursachen, folgte an Position zwei - und sei doch unerlässlich. Als Christen könnten sich alle Gläubigen »ohne Wenn und Aber« von Gott gerettet fühlen, der »den Menschen immer wieder eine Chance« gebe und dabei niemanden zurücklasse. Zu richten trete auch hier in den Hintergrund.

Apostelgeschichte in drei Sprachen

Gleichwohl dürfe es niemals vollständig wegfallen, predigte Kost. Denn: »Das wäre für viele Menschen ein Schlag ins Gesicht und für andere ein Freifahrtschein in ein lockeres Leben.« Auf die »Rettungsaktion, die Gott für uns Menschen gestartet hat« könne dagegen jeder und jede vertrauen - sofern er oder sie empfänglich sei für die biblischen Verheißungen: »Bilden wir eine Rettungsgasse, damit Jesus und seine Botschaft bei uns ankommen können«, forderte Kost die Zuhörer in diesem Sinne auf.

Zu dem Gottesdienst hatten die Evangelische und die Katholische Kirche sowie die Griechisch-Orthodoxen und Syrisch-Orthodoxen Gemeinden eingeladen. Musikalisch begleiteten ihn die Posaunenchöre des Evangelischen Dekanats Gießen unter der Leitung von Tom Weiland und der Chor des katholischen Pfarreienverbundes, geleitet von Michael Gilles. Die Lesung aus der Apostelgeschichte übernahmen Pfarrer Bernd Apel (Pfarrstelle Ökumene), Pater Arsenios (Griechisch-Orthodoxe Gemeinde) und Pfarrer Lahdo Aydin (Syrisch-Orthodoxe Gemeinde) auf Deutsch, Englisch und Griechisch. Gnadenzuspruch und Liturgische Eröffnung kamen von Pfarrer Hermann Heil und Dekan Andreas Specht.

Den parallelen Kindergottesdienst unter dem großen Kastanienbaum gestalteten Pfarrerin Carolin Kalbhenn und Pfarrer Gabriel Brand.

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