19. Januar 2012, 22:03 Uhr

Prof. Uhl ist neuer Direktor der Neurochirurgie am Klinikum

Gießen (son). Nach nahezu drei Jahren Vakanz ist die Stelle des Leiters der Klinik für Neurochirurgie am Standort Gießen des Uniklinikums Gießen und Marburg (UKGM) wieder regulär und nicht nur kommissarisch besetzt.
19. Januar 2012, 22:03 Uhr
Uhl (51) war zuletzt in Klagenfurt tätig. (Foto: Schepp)

»Mit Professor Eberhard Uhl haben UKGM und der Fachbereich Medizin an der Justus-Liebig-Universität (einen Mediziner gewinnen können, der sich im Besonderen in der neurovaskulären Chirurgie, der Tumorchirurgie, der Schmerztherapie, der Wirbelsäulenchirurgie und der neurochirurgischen Intensivmedizin durch große Expertise auszeichnet«, freute sich der ärztliche Geschäftsführer Professor Werner Seeger bei der Vorstellung des neuen Kollegen.

Der 51-jährige Uhl stammt aus Waiblingen in Baden-Württemberg, ist verheiratet und vierfacher Vater. Nach seinem Studium in Bochum, Heidelberg, Mannheim und Durham, führte ihn seine wissenschaftliche Laufbahn unter anderem an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er seine Facharztausbildung absolvierte. Zuletzt war er Chefarzt der Abteilung für Neurochirurgie des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee.

»Wir bieten unseren Patienten eine Versorgung auf höchstem Niveau in allen Bereichen des Fachgebietes«, sagte Seeger zur medizinischen Infrastruktur am Klinikum. »Besonders wichtig für die regionale Versorgung ist, dass wir jeden neurochirurgischen Notfall aufnehmen und nun absolute Versorgungsicherheit bieten können«, betonte Seeger. Die im Neubau untergebrachte neurochirurgische Abteilung verfügt über 45 Betten, davon allein 17 für Intensivpatienten.

»Für Arbeiten im Bereich Forschung und Wissenschaft stehen uns ebenfalls neue räumliche Möglichkeiten offen«, sagte der Dekan des medizinischen Fachbereichs, Professor Trinad Chakraborty. »Im Rahmen der Berufung wurde die Zusage zur Etablierung eines Labors zur Untersuchung der zerebralen Mikrozirkulation gegeben«, sagte der Dekan. Neben dem neurovaskulären Labor werde die Neurochirurgische Klinik auch die langjährige vaskuläre Forschung fortsetzen können, für die der Fachbereich Medizin modernste Labors mit der neuesten technischen Ausstattung im neuen Science Teaching Tower zur Verfügung stelle. Zudem sei in Gießen in naher Zukunft die Implementierung eines intraoperativen Computertomografen geplant, mit dessen Anwendung sich Uhl bei Wirbelsäuleneingriffen und Operationen von Hirntumoren beschäftigt hat.

Uhl zeigte sich von den Möglichkeiten am Gießener Universitätsklinikum beeindruckt. »Ich bin sehr begeistert von den Bedingungen, die ich hier vorgefunden habe und freue mich auf die Arbeit«. (Foto: Schepp)



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