22. Juli 2018, 19:17 Uhr

Pfarrer Frank Wendel in Wieseck verabschiedet

22. Juli 2018, 19:17 Uhr
Der stellvertretende Dekan Andreas Specht (rechts) verabschiedet Pfarrer Frank Wendel. (Foto: se)

Frank Wendel ist nicht mehr Pfarrer der Wiesecker Michaelsgemeinde und auch nicht mehr als Geistlicher im Dekanat Gießen tätig. »Ich entbinde dich von deinen Aufgaben in der Michaelsgemeinde und im Dekanat Gießen«, teilte ihm in einem feierlichen Gottesdienst der stellvertretende Dekan Andreas Specht mit. Damit ist der Weg frei für den Pfarrer, der nach 14-jähriger Tätigkeit in Wieseck Anfang Juli mitgeteilt hatte, dass er die Gemeinde verlassen werde.

Wendel wird eine Pfarrstelle in Döberlug-Kirchhain (östlich von Torgau gelegen) übernehmen. Seine Frau Uta, bislang Pfarrerin in Grüningen, wird ihn ins Südbrandenburgische begleiten. Wendel hatte seinen Weggang mit »Differenzen mit der Gemeindeleitung« begründet. 2004 war der Pfarrer gemeinsam mit Carolin Kalbhenn in das Amt eingeführt worden (die GAZ berichtete).

Den Gottesdienst am Sonntagnachmittag in der Wiesecker Kirche leitete Andreas Specht, der Frank Wendel attestierte, nicht nur »als Pfarrer gearbeitet, sondern auch gelebt« zu haben. »Und deine Familie hat mitgelebt«, ergänzte er. »Sie sollen wissen«, rief der stellvertretende Dekan den Gläubigen über Wendel in der gut besuchten Wiesecker Kirche zu, »der Pfarrer ist da; er ist aber nicht nur da, er kommt auch.« Zum Abschied drückte Specht dem künftigen Brandenburger ein Modell des Gießener Stadtkirchenturms in die Hand.

Gespräche über Neuausschreibung

War es Zufall oder Absicht? So wurde im Gottesdienst unter anderem das Lied »Sonne der Gerechtigkeit« gesungen. Und hier heißt es in der dritten Strophe, im 18. Jahrhundert vom Pfarrer Johann Christian Nehring verfasst: »Schau die Zertrennung an, der sonst niemand wehren kann.«

Pfarrerin Kalbhenn, inzwischen auch Vorsitzende des Kirchenvorstands, wird während der Vakanz Wendels Aufgaben übernehmen. Außerdem werde es Gespräche zwischen Kirchenvorstand und Dekanat über eine Neuausschreibung geben.

Wendel wird künftig in der Stadtkirche St. Marien in Doberlug-Kirchhain als Pfarrer tätig sein, seine Frau Uta übernimmt in Teilzeit eine zweite Pfarrstelle in Finsterwalde, wie dem Gemeindebrief 24 der evangelischen Kirchengemeinden in der Region Doberlug-Kirchhain zu entnehmen ist.

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