04. September 2013, 23:08 Uhr

PCB: An Humboldt-Schule höhere Werte gemessen

Gießen (ck). Bei kurzfristig anberaumten Schadstoffmessungen an neun Gießener Schulen wurden in zwei Räumen der Alexander-von-Humboldt-Schule Werte an Polychlorierten Biphenylen (PCB) festgestellt, die mittelfristig eine Schadstoffsanierung erfordern.
04. September 2013, 23:08 Uhr

Bei allen anderen Messungen sei PCB nicht nachweisbar bzw. in nur geringer Menge notiert worden. Dies teilte am Mittwoch Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser vor Journalisten mit. .

Laut Eibelshäuser seien an Albert-Schweitzer-, Humboldt-, Alice-, Brüder-Grimm-, Friedrich-Ebert-, Korczak-, Sandfeld-, Ost- sowie der Grundschule West jeweils drei Messungen vorgenommen worden. Dabei habe es sich exakt um jene Schulen gehandelt, die Anfang der 1990er schon einmal untersucht und als unbedenklich eingestuft wurden und bei denen wegen der Konstruktion und der Herstellungszeit ein PCB-Verdacht bestand. Zudem seien aus diesen Einrichtungen gezielte Fragen an die Stadt gerichtet worden.

Während an allen anderen Schulen die Werte – zum Teil deutlich – unterhalb von 300 Nanogramm pro Kubikmeter Luft lagen, die als unbedenklich gelten, seien an der Humboldt-Schule mit 448 und 2104 ng/m3 (in einem Klassenraum im Gebäude F) zwei Werte registriert worden, die laut Richtlinien des Gesetzgebers ein mittelfristiges Eingreifen erforderten, so Eibelshäuser.

Wie Hochbauamtsleiter Hartmut Klee ergänzte, hätten die Messungen jedoch unter einem »Worst-case-Szenario« stattgefunden: bei sehr hohen Außentemperaturen, maximaler Sonneneinstrahlung und ohne vorheriges Lüften. Dies könnten Gründe für die im Vergleich zur ersten Untersuchung höheren Werte sein. Folgen soll deshalb in den kommenden Tagen eine vollflächige Untersuchung der Schulräume. Die dabei ermittelten Werte würden den Schulleitungen der Alexander-von-Humboldt- sowie der Aliceschule, die ebenfalls Räume in den Gebäuden nutzt, sowie der Öffentlichkeit unmittelbar mitgeteilt.

Als erste Maßnahmen wurde der Dezernentin zufolge eine in der Gesetzesrichtlinie vorgeschriebene tägliche Reinigung der Schulräume sowie regelmäßiges gründliches Lüften angeordnet. »Das ist bei den gemessenen Werten das Mittel der Wahl und so von Experten empfohlen.« Zudem kündigte Eibelshäuser eine zeitnahe und unkomplizierte Sanierung zur Beseitigung der Schadstoffbelastung an.

Zugleich zeigte sich die Schuldezernentin erleichtert darüber, dass sich eine Situation wie an der Herderschule nicht wiederholt habe.

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