04. Februar 2018, 19:38 Uhr

OperChristus feiert großen Erfolg bei Debüt

04. Februar 2018, 19:38 Uhr
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Von Dagmar Hinterlang
Zsofia Mozer, Lara Bevilacquaund Shawn Mlynek (v.r.). (Foto: hin)

Nicht enden wollender Beifall signalisierte: Das Debüt von OperChristus in der evangelischen Kirche Kleinlinden darf als gelungen betrachtet werden. Compagnie-Leiter Shawn Mlynek und sein Ensemble nahmen die Ovationen dankbar entgegen und standen im Anschluss an das Konzert für Gespräche bereit. OperChristus besteht aus einem internationalen Ensemble. Zu ihm gehören Lara Bevilacqua (Sopran), Shawn Mlynek (Tenor) und Zsofia Mozer (Mezzosopran). An den Instrumenten: Yoe-Rang Kim-Bachmann (Cembalo), Leana Alkema (Violoncello) und Michael Makarov (Geige). Ein Teil des Konzerterlöses fließt an die evangelische Kirchengemeinde Kleinlinden und an den Verein Campus für Christus. Die Liedtitel und die Liedtexte wurden auf einer Leinwand angezeigt und erlaubten es, sich von der Schönheit der Worte verzaubern zu lassen. OperChristus gab Stücke von Komponisten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter Monteverdi, Händel und Purcell.

Den Auftakt bildete die Overtüre zur Oper »Armide« von Jean-Baptiste Lully, optisch umrahmt von den im Altarraum verteilten Kerzen. Wie ein Band zogen sich Gedanken an Liebe und Treue wie auch an den Schmerz des Verlassenwerdens durch das Konzert. Einzelne Titel waren »As with rosy steps the morn« (Georg-Friedrich Händel, Theodora), »Lasso io vivo« (Francesco Cavalli) und »Zefiro torna e di soavi accenti« (Claudio Monteverdi, Scherzi musicali).

Bewegendes Finale

Die Sänger, mal als Solisten, mal gemeinsam agierend, nutzen den gesamten Altarraum, bis hinauf zur Orgelempore, um mit räumlichen Veränderungen dem Klang ihrer Stimmen stets neue Akzente zu verleihen. Wo in den Texten von schwindender Liebe und Vergänglichkeit berichtet wurde, mag der Blick des Publikums zu den malerisch vor sich hin tropfenden Kerzen gegangen sein – auch dies ein Ausdruck von Vergänglichkeit. Cello und Cembalo erhielten Aufmerksamkeit bei Antonio Vivaldis Sonate VI (RV 46, Largo und Allegro). Mit Monteverdis »Addio Roma« neigte sich das Konzert so allmählich dem Ende zu. Berührend und bewegend die Worte in Henry Purcells »An evening hymn«: Leib und Seele finden Ruhe »im weichen Bett« und in Gottes Arm. Das Konzert endete mit »Pur ti miro« von Claudio Monteverdi



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