29. Januar 2019, 11:00 Uhr

Feinstaub

Obermeister: »Ein Kamin ist kein Mülleimer«

In der Feinstaub-Diskussion ist auch die Verbrennung von Holz im heimischen Kamin auf die Liste der Umweltsünden. geraten. Schornsteinfegermeister Arno Hütter gibt Tipps.
29. Januar 2019, 11:00 Uhr
Bei ordnungsgemäßer Handhabung fallen beim Feuer im Kamin nicht mehr als die vom Gesetzgeber erlaubten Schadstoffe an. (Foto: Fotolia, Knut Wiarda)

1 Herr Hütter, was muss der Besitzer eines Kaminofens beachten, wenn er Holz verbrennt?

Er muss auf jeden Fall die Betriebs- und Aufstellanleitung lesen und befolgen. Viele Menschen machen beim Verbrennen von Holz Bedienungsfehler. Sie verwenden zu große Holzscheite oder zu nasses Holz. Auf keinen Fall dürfen lackierte oder behandelte Hölzer in der Feuerstelle landen. Und ganz wichtig ist: Ein Kamin ist kein Mülleimer, in dem man wahllos Dinge verbrennen darf.

2 Wie schafft man es, die Feinstaubemission beim Betrieb des Kamins möglichst gering zu halten?

Wichtig ist es, nur naturbelassenes Holz zu verwenden. Auch die Größe der Holzscheite ist wichtig. Sie sollte pro Stück nicht über 700 Gramm liegen. Und trocken muss das Holz sein. Die Restfeuchte darf maximal 17 Prozent betragen. Ein kleines Stück Holz ist schnell erwärmt und erzeugt wenig Feinstaub. Wenn man seinen Kamin richtig nutzt, fallen maximal die Schadstoffe an, die vom Gesetzgeber als Höchstgrenze angegeben sind. Ein Kubikmeter Rauchgas darf maximal 0,075 Gramm Staub enthalten. Wenn zu viel Rauch und Ruß entstehen, hat der Besitzer des Kamins einen Bedienungsfehler gemacht.

3 Was tut der Schornsteinfeger, damit möglichst wenig Schadstoffe aus den Kaminen seiner Kunden kommen?

Zweimal im Jahr gibt es eine sogenannte Feuerstättenschau, bei der meine Kollegen die jeweiligen Feuerstätten im Haus begutachten. Übrigens müssen sogenannte Dauerbrandöfen die Stufe 2 der Bundesimmissionsschutzverordnung erfüllen. Je nach Baujahr müssen ältere Öfen 2020 oder 2024 ausgetauscht werden. Im Zweifelsfall sollten Kaminbesitzer auch hier den zuständigen Schornsteinfeger ansprechen und fragen. Der sollte auch zu Rate gezogen werden, bevor ein neuer Ofen gekauft und aufgestellt wird. Wir beraten neutral und verfolgen keine wirtschaftlichen Interessen. (Foto: Schepp)

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