31. August 2017, 19:52 Uhr

Nur noch 40 Wohnungen fehlen

31. August 2017, 19:52 Uhr
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Von Burkhard Möller
Die frühere Bergkaserne von oben: Ober- und unterhalb der künftigen Wolfgang-Mittermaier-Straße, die zwischen Licher und Grünberger Straße (Rewe) verläuft, befinden sich die Baufelder des Investors Faber & Schnepp. Am linken Bildrand ist die Licher Straße zu erkennen, oben verläuft die Grünberger, rechts oben ist die Miller Hall zu sehen. (Foto: Henß)

Die letzten politischen Beschlüsse sind schon vor Jahren gefasst worden und die Aufregung um die gefällten Kastanien hat sich längst gelegt: Es ist ruhig geworden um die frühere Bergkaserne. Auf die Bautätigkeit und damit die Umsetzung einer der größten Wohnungsbau-Planungen der Stadt Gießen trifft das nicht zu. So wurde vor einigen Tagen wieder einmal Richtfest gefeiert. Auf dem sogenannten »Baufeld 2« zog Investor Faber & Schnepp am Freitag den nächsten Richtkranz in die Höhe.

In einem Jahr sollen dort weitere knapp 50 Wohnungen an die neuen Eigentümer übergeben werden. Für das Gießener Bauunternehmen, das sich die Besiedlung des früheren Militärareals mit der mittelhessischen Wohnen GmbH teilt, ist damit ein Ende des Großprojekts in Sicht. »Von unseren 245 Wohnungen sind bis jetzt 205 verkauft«, zog Geschäftsführer Karl-Heinz Redant vor den 150 geladenen Gästen eine vorläufige Bilanz. Insgesamt wurde das Areal in sieben Baufelder unterteilt, davon übernahm Faber & Schnepp vier und fasste sie unter dem Titel »Wohnpark südlicher Kugelberg« zusammen.

Bereits seit einem Jahr bewohnt sind die 77 Wohnungen im Zentrum der früheren Kaserne, die 81 Wohnungen in den Blocks am Lärchenwäldchen, die Faber & Schnepp später an einen anderen Investor weiterverkaufte, sollen bis Jahresende bezugsfertig sein. Es bleiben dann noch die knapp 40 Wohnungen übrig, die Richtung Unisportinstitut ab Anfang 2018 errichtet werden sollen. Ende 2019 will Faber & Schnepp dann die letzten Wohnungen übergeben.

»Wir befinden uns auf der Zielgeraden«, sagte Redant, der die Investitionssumme für das am Freitag gefeierte »Baufeld 2« mit neun Millionen Euro angab. Zu den knapp 50 Wohnungen mit Größen zwischen 65 und 210 Quadratmetern gehören gut 80 Pkw-Stellplätze in Tiefgaragen und 200 Parkplätze für Fahrräder.

Wie Redant im GAZ-Gespräch erläuterte, kann die Sperrung am Lärchenwäldchen voraussichtlich bis Ende des Jahres aufgehoben werden. Danach würden die »zugesagten Stellplätze« für die Wohnbau-Mieter aus den gegenüberliegenden Hochhäusern an die Stadt übergeben.

Abkürzung unattraktiv machen

Weiterhin geht der Faber & Schnepp-Geschäftsführer davon aus, dass die nach den früheren Gießener Rechtsgelehrten Wolfgang Mittermaier benannte Haupterschließungsstraße in gut einem Jahr freigegeben wird. Mit der wechselseitigen Ausweisung von Parkplätzen und Tempo 30 soll vermieden werden, dass die Wohnstraße zur Abkürzungsstrecke für Autofahrer wird, die zum Beispiel von der Licher Straße zum Rewe-Markt und die Ampeln am Lutherberg und der Kreuzung Grünberger Straße/Georg-Philipp-Gail-Straße umfahren wollen. »Das wird so geregelt, dass die Straße als Abkürzung nicht attraktiv sein wird«, gab sich Redant zuversichtlich. Ein verkehrsberuhigter Abzweig von der Mittermaier-Straße wird zudem in den Kugelberg münden.



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