09. Oktober 2017, 19:56 Uhr

Neues Konzertformat kommt gut an

09. Oktober 2017, 19:56 Uhr
Heinz-Jörg Ebert, Ingi Fett und Tom Pfeiffer (v. l.) steuern eine Handvoll Titel bei. (Foto: kdw)

Gießen (kdw). Die Drei Stimmen stehen ab sofort nicht mehr im Mittelpunkt des Weihnachtskonzerts in der Pankratiuskapelle. Vielmehr lud ihr Verein Drei Stimmen hilft zwei renommierte Musiker ein, in Gießen eine »Klangreise« zu starten. Reiseführer waren am Samstag Markus Kerber (Flöten, Saxofone) und Robert Haas (Piano, Gesang). Die Drei Stimmen wirkten auch mit, und die Atmosphäre wurde höchst gemütlich.

Pfarrer Armin Gissel sagte zur Begrüßung, dass es ein besinnlicher Abend werden solle: Zur Klangreise gebe es »Lieder zum Träumen und Meditieren – zum Runterkommen.« Das war die gute Botschaft und das Programm des Abends. Gissel las einige Geschichten vor oder auch ein modernes Gebet und sprach den Zuhörern auch mit einer Geschichte vom havarierten Laptop auf kurzweilige Weise diskret Mut zu.

Kerber und Haas legten sodann mit einem instrumentalen Intermezzo los. Die beiden renommierten Profis (Kerber gehört zu den gefragtesten Flötisten und Saxofonisten im deutschsprachigen Raum, Haas ist einer der rührigsten und kreativsten Komponisten in den Bereichen des Neuen Geistlichen Liedes und Kinderliedes). Sie lieferten zunächst einen Mix aus sanften Popmusik-Andeutungen, wobei Kerber bereits einen erstklassigen Eindruck vermittelte: stilistisch und klanglich. Haas, routinierter Pianist und versierter Sänger, trug einige leicht religiös geprägte Lieder vor. Kerbers Saxofon ließ zuweilen Lust auf Jazz durchscheinen. Alles war völlig ausgewogen, sanft und angenehm fürs Ohr.

In der Mitte traten die Drei Stimmen auf und musizierten eine Handvoll eher ruhiger Titel. Heinz-Jörg Ebert, Ingi Fett und Tom Pfeiffer wirkten sehr gut disponiert. Irgendwie erleichtert waren sie schon nach 15 Jahren weihnachtlicher Konzerte (jeweils mehrere, versteht sich), freuten sich aber, dass wirklich jeder im Saal schon mal bei einem gewesen war. Ihr Set (»Yesterday«, »The Rose«, »You’ve got a friend«) wies mehrere Highlights auf. Stimmlich gut ausgewogen, setzten die drei kraftvolle solistische Akzente (»Friend«) und machten Leonard Cohens »Hallelujah« zum Glanzlicht: stimmungsvolles Intro von Ebert und ein vorbildlich geschlossener Chor; Kerber fügte eine solistische Ebene hinzu. Der Abschluss mit »What a wonderful world« war auch Dank Kerber (Christian Knauß spielte am Klavier) minimal jazzig gefärbt. »Möge sie uns erhalten bleiben«, sagte Ebert hinterher ernst. Enormer Beifall für die Solisten.

Den Abschluss besorgten Gissel, Kerber und Haas mit einem Schuss mehr Jazz in den Instrumentalteilen und einem anrührenden Kinderlied zum Abschluss.

Heinz-Jörg Ebert stellte zum Schluss die vier Projekte des Vereins vor: Die Behindertenseelsorge durch Achim Gissel, ein Waisenheim in Südostasien, die Forschung zur Muskeldystrophie und die Palliativarbeit in Gießen werden unterstützt. Die Zuhörer im vollen Haus akzeptierten die neue Art der Pankratiuskonzerte mit Freude, applaudierten heftig und ließen sich am Ausgang bei den Spenden für den Verein nicht lumpen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Flöte
  • Heinz-Jörg Ebert
  • Reiseführer
  • Saxofon
  • Weihnachtskonzerte
  • der Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 8 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.