19. August 2011, 22:05 Uhr

Neue Diabetes-Station findet großen Zuspruch

Gießen (if). Informierte Zuckerkranke wissen: Eine erfolgreiche Diabetestherapie stützt sich, beginnend mit einer ausgewogenen Ernährung über Bewegung bis hin zur richtigen Medikation und Selbstkontrolle, auf fünf Säulen.
19. August 2011, 22:05 Uhr
Ärztlicher Vorstand Prof. Fritz Lampert, Prof. Reinhard G. Bretzel, Chefarzt Dr. Ahmed Akinci und Stiftungsadministrator Michael Tuna (v.r.) lauschen den Ausführungen von Chefarzt Dr. Klaus Ehlenz. (Foto: Schepp)

Seit kurzem kommt eine sechste Säule hinzu: Eine positive Lebenseinstellung kann in hohem Maße zu einer guten Stoffwechseleinstellung beitragen. In diesem Sinne dürfte die Tatsache, dass das Krankenhaus Balserische Stiftung unter der Leitung von Chefarzt Dr. Klaus Ehlenz seit fünf Wochen sein Versorgungsangebot erweitert hat und neuerdings über eine spezielle Diabetes-Station verfügt, von therapeutischer Bedeutung sein.

Im Rahmen eines Festaktes wurde gestern Mittag die neue Abteilung, die vor rund einem Monat die ersten Patienten aufgenommen und bereits regen Zuspruch gefunden hat, offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Nach einer Reihe von Grußworten konnten sich die festlich gestimmten Gäste – Freunde und Mitarbeiter des kleinen, aber feinen ältesten Gießener Krankenhauses, sowie niedergelassene Ärzte aus der Region zusammen mit den Balserischen Deszenten und dem Ehrenvorsitzenden des Deutschen Diabetikerbundes DDB, Otto F. Ullrich – in der neugeschaffenen, hellen und freundlichen Station im vierten Obergeschoss des Bettentraktes an der Friedrichstraße umsehen. Der Wandschmuck der 16-Betten-Station – eine eindrucksvolle Serie von Bildern der Licher Malerin Petra Fischer – konkurriert dort mit dem hinreißenden Panorama von Gleiberg und Vetzberg.

»Wir betrachten uns nicht als Konkurrenz zur Diabetologie des Universitätsklinikums«, betonte Privatdozent Dr. Ehlenz. Er habe als »ehemaliger Marburger« die Bedeutung der poliklinischen Arbeit schätzen gelernt. So freue er sich besonders, dass Prof. Reinhard G. Bretzel – bisher bekanntlich Direktor der 3. Medizinischen und Poliklinik des Gießener Uniklinikums – ab Oktober im Balserischen Stift aktiv sein werde. Erfreulich sei, dass auch die Zusammenarbeit mit dem internistischen Facharztzentrum des Hauses weiter intensiviert werden könne. »Wir möchten als junge und kleine, aber dennoch smarte Abteilung im Interesse des Patienten einen weiteren Baustein für die Betreuung der Diabetiker unserer Region darstellen.«

Es gebe einen »wunderschönen Anlass« zu feiern, hatte in der Begrüßung der ärztliche Stiftungsvorstand des Krankenhausträgers »Balserische« Stiftung, Prof. Fritz Lampert, betont: Der Traum der Stifterin von einem blühenden Krankenhaus, das neue Disziplinen an sich binde, habe sich erfüllt. Stiftungsvorstand Michael Tuna verwies darauf, dass für das 1,6-Millionen-Euro-Projekt dank langjährigen wirtschaftlichen Handelns keine öffentlichen Mittel eingesetzt werden mussten, wofür namentlich Peter Horst, dem Geschäftsführer der Balserischen Stiftung, und Geschäftsführer Jochen Thielmann Dank gebühre.

St.-Josefs-Geschäftsführer Andreas Leipert verknüpfte nachbarliche Glückwünsche mit der mit Beifall aufgenommenen Information, die Fusion des Krankenhauses Balserische Stiftung und des St. Josefs-Krankenhaus stehe kurz bevor. Einen richtigen »Weg der Zukunft« nannte der Geschäftsführer der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Rainer Greunke, diese Strategie der Kooperation und Schwerpunktbildung. »Das ist der Weg der Zukunft, und er kommt den Patienten zugute«. Die Entscheidung für Diabetologie lasse weiteres Wachstum erwarten – sei doch der Prozentsatz der Diabetiker unter den stationären Patienten deutscher Krankenhäuser innerhalb weniger Jahre um 15 Prozent gestiegen..

Zum Gratulieren kam aus dem Trubel der Stadtfesteröffnung die Oberbürgermeisterin. Das erweiterte Versorgungsangebot nannte Dietlind Grabe-Bolz einen wertvollen Baustein für die Sicherung der medizinischen Grundversorgung. Zugleich bedeute er einen Zuwachs an Lebensqualität. »Dafür, dass Sie sich dieser Aufgabe angenommen haben, gebührt Ihnen Dank«.

In Kurzvorträgen gingen Professor Bretzel und Abteilungsleiter Dr. Ehlenz auf die derzeitige Situation aktuelle Probleme des »Diabetes-Managements« und Perspektiven der Forschung ein.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Diabetiker
  • Diabetologie
  • Dietlind Grabe-Bolz
  • Krankenhäuser
  • Patienten
  • Stiftungen
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen