06. Februar 2015, 14:33 Uhr

Neubau für die Ausbildung der Veterinärmedizin-Studenten

Gießen (pm). Die Justus-Liebig-Universität erhält einen weiteren Neubau. Profiteur sind die Veterinärmedizin und ihre Studierenden.
06. Februar 2015, 14:33 Uhr
An der Ecke Am Steg/Frankfurter Straße soll das Gebäude entstehen. Ab nächster Woche wird das Baufeld freigemacht. (Fotos: Schepp/pv)

Sie bekommen für die Ausbildung und die Prüfungen im Fachgebiet »Schlachttier- und Fleischuntersuchung« in der Straße Am Steg (in Höhe Frankfurter Straße 93) neue Praktikumsflächen. Die Kosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro (einschließlich Geräten). Derzeit nutzen die angehenden Tierärzte – wegen der überraschenden Schließung des Gießener Schlachthofes vor gut zwei Jahren – für Ausbildung und Prüfungen – übergangsweise den Schlachthof Marburg. Seither war die Hochschule auf der Suche nach einer neuen Lösung. Die Universität sei langfristig auf eine verlässliche und stabile Infrastruktur für Forschung und Lehre angewiesen, betont JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee, »und das unabhängig von unternehmerischen Entscheidungen anderer«. Mit der Freimachung des Baufeldes und den damit verbundenen Baumfällungen soll bereits in der kommenden Woche begonnen werden. Betroffen sind insgesamt 13 Bäume.

Der Standort sei für den Lehr- und Forschungsbetrieb von großer Bedeutung, da er nur wenige Schritte vom Campusbereich Veterinärmedizin entfernt liege, betont der Dekan des Fachbereichs, Prof. Martin Kramer. Er freue sich auch über die nachhaltige Campusbewirtschaftung: Derzeit liegen auf dem Baufeld noch Behandlungsräume der Vogelklinik, die ab Mitte Mai abgerissen werden sollen. Mit dem Fleischhygiene-Neubau soll im Juli begonnen werden, die Übergabe ist für 2016 geplant.

Der Neubau »Praktikumsflächen Fleischhygiene« berücksichtigt alle hygienerechtlichen Anforderungen, damit das zu Lehr- und Prüfungszwecken verwendete Fleisch verwertbar bleibt und auch in den Handel gelangen kann. Das Gebäude soll als Kühllager EU-zugelassen werden. Herzstück ist ein Prüfungs- und Demonstrationsraum für etwa 60 Personen, hinzu kommen unter anderem Kühlräume, ein Tierarztzimmer, sowie eine Hygieneschleuse und Sanitärbereiche. Schlachtung und Zerlegung werden in dem neuen Gebäude nicht stattfinden.

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