Stadt Gießen

Nachfrage ist ungebrochen hoch

Die »Ambulanten Hilfen« zählen zu den großen Säulen der Lebenshilfe Gießen. Verschiedene Dienste und Beratungsangebote prägen das Wesen dieses Bereichs, der in diesen Tagen eine Bilanz für das Jahr 2018 zieht. So auch für den Familienunterstützenden Dienst (FuD) sowie für die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung, die seit Jahrzehnten wichtige Institutionen und Anlaufstellen für Personen mit Hilfebedarf sind.
25. Juli 2019, 21:38 Uhr
Redaktion
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Der Familienunterstützende Dienst der Lebenshilfe ist unter anderem bei der Durchführung von Freizeitaktivitäten zur Stelle. (Symbolfoto: David Maurer/Lebenshilfe)

Die »Ambulanten Hilfen« zählen zu den großen Säulen der Lebenshilfe Gießen. Verschiedene Dienste und Beratungsangebote prägen das Wesen dieses Bereichs, der in diesen Tagen eine Bilanz für das Jahr 2018 zieht. So auch für den Familienunterstützenden Dienst (FuD) sowie für die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung, die seit Jahrzehnten wichtige Institutionen und Anlaufstellen für Personen mit Hilfebedarf sind.

Der FuD richtet sich in seiner ambulanten Funktion an Kinder, Jugendliche und insbesondere Erwachsene mit Behinderung sowie deren Familien. »Ziel ist es, dass man die Menschen in ihren Familien unterstützt, dabei individuelle Familiensituationen respektiert und das System Familie an sich stärkt. Personen mit Behinderung erhalten Hilfsangebote in Form von Einzel-, aber auch Gruppenmaßnahmen. Insbesondere bei der Durchführung von Freizeitaktivitäten ist der FuD zur Stelle«, erläutert Bereichsleiterin Martina Ertel.

Insgesamt sind beim Familienunterstützenden Dienst aktuell sechs Mitarbeiter in Teilzeit angestellt, hinzukommen Verwaltungskräfte sowie rund 100 studentische Aushilfen. Im Jahr 2018 arbeitete das FuD-Personal mit circa 300 Kunden zusammen. Der Dienst blickt auf beachtliche Wachstumsdaten zurück. So stiegen etwa die Beratungen der Hauptamtlichen auf 987. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 führte der FuD noch 630 Beratungen durch. Auch bei den Leistungsstunden der nebenamtlichen Mitarbeiter gab es Zuwachs: Erbrachten diese 2017 noch 19 200 Stunden, waren es im vergangenen Jahr bereits 21 103 Stunden, - allerdings galt es 2018 auch rund 20 Kunden mehr zu bedienen.

Das Hauptaugenmerk der in der Gießener Siemensstraße 6 beheimateten Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung liegt in der Beratung und Unterstützung von erwachsenen Menschen mit Behinderung aus unterschiedlichen Fachbereichen der Lebenshilfe Gießen sowie deren Angehörige bei den zahlreichen Herausforderungen des Lebens. Sowohl Einzelpersonen als auch Familien, Eltern, Paare und Teams aus Wohn- und Werkstätten der Lebenshilfe werden von den vier Fachkräften mit pädagogischer, psychologischer oder therapeutischer Ausrichtung beraten. Im Jahr 2018 arbeitete die Beratungsstelle mit insgesamt 184 Klienten zusammen, davon 89 Frauen sowie 95 Männer. Der Großteil der 184 Klienten der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung entstammte 2018 der Stadt Gießen sowie der Gemeinde Pohlheim.

Angebot für Klienten kostenfrei

»Das Personal der Beratungsstelle arbeitet vertraulich und steht unter Schweigepflicht. Personen mit einer Anbindung an die Lebenshilfe Gießen können sich an uns wenden, wenn Menschen mit Behinderung unter Ängsten, Über- und Unterforderungen, herausfordernden Verhaltensweisen, Trauer und Beziehungsproblemen leiden«, schildert Stefan Lind, der seit August 2018 die Beratungsstelle leitet.

Martina Ertel konstatiert: »Das Angebot unserer Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung ist für die Klienten kostenfrei. Die aktuellen Zahlen belegen, dass der Bedarf an professioneller Beratung nach wie vor hoch ist.«

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Nachfrage-ist-ungebrochen-hoch;art71,613913

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