30. Januar 2019, 15:21 Uhr

Lokale Wirtschaft

Nach schwerem Jahr: Poppe Gießen muss Kosten senken

Mit einem umfangreichen Sparprogramm reagiert der Automobilzulieferer Veritas AG, zu dem die Gießener Poppe GmbH im Ohlebergsweg gehört, auf die wirtschaftliche Lage.
30. Januar 2019, 15:21 Uhr
(Foto: Schepp)

Das Geschäftsjahr 2018 sei nicht wie geplant verlaufen, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Man sei mit rückläufigen Abrufzahlen seitens der Kunden konfrontiert gewesen. Es sei nicht absehbar, ob und wann sich die Situation ändern wird.

Neben dem Einbruch im Dieselgeschäft und dem Umbruch in der Automobilindustrie habe das zusätzlich eingetrübte konjunkturelle Umfeld den Geschäftsverlauf der Poppe-Veritas-Gruppe negativ beeinträchtigt. Mit Beginn des Jahres hat der Vorstand ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm auf den Weg gebracht, um die bestehende Ergebnislücke zu schließen und nachhaltig die Liquidität im Jahr 2019 zu sichern. »Wir kommen nicht darum herum, die Kosten deutlich zu senken, wenn wir am Markt bestehen wollen«, sagt Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Titz. Es gelte, Strukturen und Prozesse zu optimieren und effizienter zu werden. Was das für die Mitarbeiter am Standort Gießen heißt, ist unklar. »Poppe Gießen steht nicht ganz oben auf der Prioritätenliste«, sagt Sprecherin Marion Wögler auf Anfrage dieser Zeitung. Dennoch: Man müsse drastisch Kosten einsparen, Sachkosten wie Personalkosten. »Es gibt noch keine Aussage darüber, ob Stellen eingespart werden. Ein Abbau ist die letzte Möglichkeit«.

Die Mitarbeiter am Stammsitz Gelnhausen wurden am Dienstag über das Programm zur Zukunftsabsicherung informiert. Derzeit würden an allen Standorten konkrete Maßnahmen definiert, die bis Mai umgesetzt würden. Bestand habe das bereits erarbeitete Strategiekonzept zur Neuausrichtung. Es wurde entwickelt, um die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und die Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor und vom Dieselantrieb zu verringern.

Die Veritas AG ist das älteste kautschukverarbeitende Unternehmen Deutschlands. Den Teilkonzern Poppe gründete Carl Wilhelm Poppe 1911 in Gießen. Aktuell beschäftigt die Gruppe weltweit 5000 Mitarbeiter an 15 Standorten. In Gießen arbeiten derzeit 320 Menschen.

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