18. November 2017, 09:00 Uhr

Shisha-Bar

Nach Brand in Shisha-Bar: Anklage wegen versuchten Mordes

Nach Brand und Explosion einer Shisha-Bar in der Licher Straße hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes gegen vier Beschuldigte erhoben.
18. November 2017, 09:00 Uhr
Verkohlte Trümmer: die Shisha-Bar nach Brand und Explosion. (Archivfoto: sha)

Gut drei Monate nach Brand und Explosion einer Shisha-Bar (hier mehr dazu) in der Licher Straße hat die Staatsanwalt Gießen  Anklage wegen versuchten Mordes , besonders schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Sie wirft den vier in Untersuchungshaft sitzenden Beschuldigten vor, mit dem in der Nacht zum 3. August vorsätzlich gelegten Feuer einen Betrug geplant zu haben, um an die Gelder der Gebäudeversicherung zu gelangen. Da einer der mutmaßlichen Täter erst 19 Jahre alt und deshalb noch Heranwachsender ist, wird der Prozess vor der Jugendkammer des Gießener Landgerichts verhandelt, teilten Pressesprecher dieser Behörde im Gespräch mit der GAZ mit.

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Wann genau das Verfahren beginnt, ist noch unklar. Da sich die Beschuldigten in Untersuchungshaft befinden, sei mit einem Termin zu Beginn des kommenden Jahres zu rechnen, hieß es. Üblicherweise werden Prozesse spätestens sechs Monate nach Festnahme der Verdächtigen eröffnet.

 

Wohnhaus massiv beschädigt

 

Das über der Shisha-Bar gelegene Wohnhaus war ebenfalls massiv beschädigt worden, so dass die neun Mieter ihre Wohnungen verlassen mussten. Fünf von ihnen erlitten Schnittverletzungen, Prellungen und Knalltraumata.

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Von den mutmaßlichen Tätern wurde ein 22-jähriger Baden-Württemberger ebenfalls schwer verletzt, lag zwischenzeitlich im Koma. Mittlerweile ist sein Zustand stabil. Er und der 19-Jährige haben die Tat weitgehend gestanden.

Demnach soll der Barbesitzer – ein ebenfalls 22-jähriger, nicht vorbestrafter Reiskirchener – sie zu dem Verbrechen angestiftet haben. Dieser Mann und ein weiterer Beteiligter – ein wegen Raubes vorbestrafter 23-Jähriger aus Steinbach – schweigen zu den Vorwürfen. Bei einer Verurteilung droht den Angeklagten lebenslange Haft.

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