Stadt Gießen

Musiker mit erlesenen Kompositionen

Große Jubiläen kündigen sich an: Zum 180. beziehungsweise 250. Mal jährt sich 2020 der Geburtstag von Peter Tschaikowsky und Ludwig van Beethoven. Im Rahmen der Winterkonzerte wird dies gewürdigt. So steht auf dem Programm, das der Vorstand des Meisterkonzertvereins am Mittwoch präsentierte, Tschaikowskys Klaviertrio a-Moll op. 50, dargeboten durch das Oberon Trio am 18. Januar im Rathaus.
16. Oktober 2019, 21:38 Uhr
Sascha Jouini
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Annegret Kausen und Dieter Lindheimer freuen sich auf die Winterkonzerte. (jou)

Große Jubiläen kündigen sich an: Zum 180. beziehungsweise 250. Mal jährt sich 2020 der Geburtstag von Peter Tschaikowsky und Ludwig van Beethoven. Im Rahmen der Winterkonzerte wird dies gewürdigt. So steht auf dem Programm, das der Vorstand des Meisterkonzertvereins am Mittwoch präsentierte, Tschaikowskys Klaviertrio a-Moll op. 50, dargeboten durch das Oberon Trio am 18. Januar im Rathaus.

Wie dieses Ensemble treten auch die meisten anderen Musiker mindestens zum zweiten Mal in der Reihe auf. Pianist Andreas Hering eröffnet die Saison am 26. Oktober. Vielen Kammermusikfreunden wird er durch seinen Soloauftritt vor zwei Jahren in Erinnerung sein. Nun stellt er mit dem Cellisten Isang Enders die Sonate A-Dur op. 69 aus Beethovens mittlerer Schaffensphase dessen D-Dur-Spätwerk op. 102 Nr. 2 gegenüber. Das Duo widmet sich zudem der Neuen Musik und bringt die Salzburger Version von Arvo Pärts Stück »Fratres« (1980) zu Gehör. Dieses gilt als paradigmatisch für das Schaffen des estnischen Komponisten. Aus einfachen Elementen entfaltet Pärt in den Variationen seinen an Glockenklänge erinnernden »Tintinnabuli-Stil«. Die Kunst liegt in der bewussten Reduktion der Mittel.

Ganz auf klassischen und romantischen Pfaden bewegen sich Violinistin Susanna-Yoko Henkel und Pianistin Julia Okruashvili beim zweiten Konzert am 18. November. Sie verknüpfen Mozart und Beethoven mit Robert und Clara Schumann - letztere auch eine Jubilarin, sie wurde vor 200 Jahren geboren. Für den Vereinsvorsitzenden Dr. Dieter Lindheimer zählt dieses Konzert zu den besonderen Glanzlichtern.

Dass derartig renommierte Musiker finanziert werden können, sei nicht zuletzt regionalen Kontakten des ehrenamtlich tätigen Vereins zu verdanken. Zuweilen würden die Konzerte durch Kombinationsauftritte in Nachbarstädten ermöglicht, unterstrich die zweite Vorsitzende, Annegret Kausen.

Beim Gastspiel des Oberon Trios kommt die Verbundenheit zum Pianisten Jonathan Aner hinzu, der in Gießen in diversen Formationen musiziert hat und Professor für Kammermusik in Frankfurt ist. Er wird verstärkt durch Violinistin Henja Semmler und Cellistin Antoaneta Emanuilova. Vom kompositorischen Anspruch steht Tschaikowsky das »Erzherzog-Trio« B-Dur op. 97 von Beethoven zum Auftakt des Abends kaum nach. Auch das letzte Konzert spannt den Bogen zur Spätphase des Wiener Klassikers: Am 26. März führt das Minguet Quartett dessen Streichquartett op. 131 auf - neben Joseph Haydns op. 77 Nr. 2 und Wolfgang Rihms »Geste zu Vedova« (2015).

Die Konzerte finden jeweils um 20 Uhr im Hermann-Levi-Saal statt.

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