26. November 2012, 18:13 Uhr

Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring feiert Abschied

Rund hundert geladene Gäste kamen zum Empfang des scheidenden Kulturamtsleiters in den Netanya-Saal des Alten Schlosses.
26. November 2012, 18:13 Uhr
Zum Abschied gibt es Blumen und Dankesworte für Dr. Friedhelm Häring. (Foto: rw)

Worte des Dankes an seine Weggefährten formulierte Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring in »seinem Haus« zu einem Abschied mit besonders persönlicher Note: Im Netanya-Saal des Alten Schlosses waren am Freitagabend über hundert geladene Gäste versammelt – langjährige Freunde, Kollegen, Gießener Honoratioren und zahlreiche Künstler hatten sich eingefunden, um Häring zu begrüßen. Allen voran würdigte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz den Kulturmann, der in Stadt und Region eine Ära geprägt habe. Aus ihren Worten sprach die Sympathie für den Menschen ebenso wie die Wertschätzung des fachkundigen und entscheidungsfreudigen Amtsleiters, und sie hob den offenen, freundschaftlichen Umgang in der Kooperation mit Häring hervor. Von Hause aus musisch geprägt, beschwor die Rathauschefin die zentrale Rolle der Kultur für die Stadt.

Nach 34,5 Dienstjahren als Museumschef, davon zwei Jahrzehnte auch als Kulturamtsleiter, ist der 1947 geborene Kunsthistoriker Häring jüngst in Rente gegangen; er wird jedoch das Museum bis auf Weiteres kommissarisch leiten – schätzungsweise bis Ende März 2013, denn ein Nachfolger ist noch nicht ernannt. Häring folgte der Oberbürgermeisterin am Rednerpult und hielt in seiner eloquenten, spontanen Art Rückschau. Nicht ohne Stolz nannte er rund 250 Ausstellungen, die er seit seinem Amtsantritt als Museumsleiter im Schloss veranstaltet habe; zahlreichen Helfern galt hier seine Anerkennung. Mit Lob und Optimismus sprach er auch von der nachfolgenden Generation in Sachen Kultur. Die Liste von Danksagungen des leidenschaftlichen Museumsmannes schien endlos, und er verlieh seinem stets in der Rede präsenten Humor diesmal einen Hauch Abschiedsstimmung. Zwei herzlich formulierte Würdigungen am Mikrofon schlossen sich an: Der langjährige Kollege aus der Verwaltung, Dieter Bill, fand freundschaftliche Worte, und der in Sachen Kunst engagierte Arzt Professor Klaus L. Schmidt aus Bad Nauheim überreichte mit augenzwinkerndem Kommentar ein essbares Bildgeschenk. Die positive Atmosphäre im Saal sorgte noch lange für lockere Gesprächrunden. rw

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