18. Juni 2017, 21:42 Uhr

Mit neuer Bestmarke Chancen nutzen

18. Juni 2017, 21:42 Uhr
Die elf besten Abiturienten des Jahrgangs werden von Herderschul-Direktor Stefan Tross (r.) geehrt. (Foto: csk)

Gießen (csk). Wer sein Reifezeugnis in den Händen hält, hat normalerweise alle Schulaufgaben hinter sich. Das gilt jedoch nicht für die diesjährigen Abiturienten der Herderschule, denen Stefan Tross bei ihrer feierlichen Verabschiedung am Samstagmittag in der Kongresshalle noch »einen allerletzten Arbeitsauftrag« mit auf den Weg gab. Getreu zentraler Leitwerte der Schule, Toleranz und Internationalität, sollten sie in Zukunft aktiv zu einer »weltoffenen und liberalen« Gesellschaft beitragen, forderte der Schulleiter die frischgebackenen Ehemaligen auf.

Einen Moment lang lenkte er den Blick damit explizit auf die große Politik. Davor und danach standen die Leistungen der 139 Abiturienten und sieben Absolventen des schulischen Teils des Fachabiturs im Mittelpunkt. Zumal sie eine neue Bestmarke aufgestellt haben: Mit 2,27 liegt ihr Schnitt 0,06 Notenpunkte über dem besten bisher an der Herderschule dokumentierten Jahrgangsergebnis. Unabhängig von der erreichten Note biete das Abitur jedem »eine solide Grundlage für die angestrebte berufliche Zukunft«, sagte Tross. Nun gelte es, »Chancen zu nutzen, Talente weiter zu entwickeln und dabei stets der Weisheit Mahatma Ghandis zu folgen: »Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.«

Mit dem Ende ihrer Schulzeit warte jede Menge bislang ungekannte Freiheit und zugleich viel mehr Eigenverantwortung auf die Abiturienten, betonte Oberstufenleiter Ralph Seibel in seiner Rede. Neben Glückwünschen und Lob hatte er deshalb auch ein paar mahnende Worte mitgebracht. Nicht alle Schüler hätten in den Abschlussprüfungen ihre bestmöglichen Leistungen gebracht, manche nicht allzu viel Zeit in Vorbereitungen investiert. »Im Leben gibt es aber keinen Autopiloten«, sagte Seibel. Ob in Studium, Ausbildung oder Beruf: Mangelnder Einsatz schlage sich vielleicht erst spät nieder – »dafür dann umso heftiger.«

Für die Eltern sprach Sylvia Jung als stellvertretende Vorsitzende des Schulelternbeirats, ehe Laura Tamburro und Max Höfliger im Namen ihres Jahrgangs auf die gemeinsame Schulzeit zurückblickten. Getreu dem Abimotto »Abi ist hart, aber wir sind Herder« ließen sie ihre offenbar kurzweiligen Jahre an der Herderschule Revue passieren. Das passende Zitat dafür liehen sie sich bei Plinius dem Älteren: »Jede Zeit ist umso kürzer, je glücklicher man ist.«

Die elf besten Abiturienten wurden von Tross und Seibel im Rahmen eines eigenen Programmpunktes geehrt. Mit der Traumnote 1,0 schlossen Gregor Scholz und Joshua Spannaus ab, dicht gefolgt von Tobias Post, Jannis Hamp, Alicia Langer, Johannes Roth und Lea Schill (1,1) sowie Tim Eggers, Darja Schunin (1,2), Anna-Lena Drommershausen und Clara Kohnert (1,3).

Außerdem gab es acht Ehrungen der Fachgesellschaften der MINT-Fächer, siebenmal das International Baccalaureat, für einen Abiturienten ein Certi-Lingua-Zertifikat sowie für 17 eine Auszeichnung für besonderes schulisches Engagement, beispielsweise in der Schülervertretung und im Schulsanitätsdienst. Musikalisch wurde die Feierstunde begleitet von Eva Kirchner, Selin Kaya und Hauke Andreeßen.

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