10. Juli 2014, 16:08 Uhr

Metal-Band Dimeless stellt neues Album »White Lion« vor

Sie sind laut, sie sind erfolgreich und sie lassen es rocken: Die Gießener Metal-Band Dimeless feiert am Freitag, 11. Juli, mit einer CD-Releaseparty im Jokus ihr neues Album »White Lion«. Mit dabei sind auch die Label-Kollegen von Odium. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr.
10. Juli 2014, 16:08 Uhr
Bassist Johannes Müller (l.) und Frontmann Victor Dewald von Dimeless kürzlich beim Auftritt an der Lorely. (Foto: Christian Lademann)

Gleich doppelten Grund zur Freude hat die aus dem Gießener Raum stammende Metal-Band Dimeless derzeit. Gerade einmal ein halbes Jahr ist es her, dass die Gießener einen Plattenvertrag beim renommierten österreichischen Label »Noisehead Records« unterschrieben haben, schon steht ihr neues Album »White Lion« in den Startlöchern, das ab heute erhältlich ist. Ebenfalls am Freitag (11. Juli) feiert die Band das mit einer CD-Releaseparty im Jugend- und Kulturzentrum Jokus.

Mit »White Lion« legt die Truppe aus Gießen und Alsfeld ein wahres Metal-Monster vor, das mit seinem außergewöhnlichen Sound Genrefans sofort begeistern dürfte. Stilistisch irgendwo zwischen Neo Trash und Groove Metal angesiedelt, treten Dimeless stilistisch in die Fußstapfen von Bands wie Pantera oder auch Machine Head: Im Vordergrund stehen rhythmusbetonte Titel, die vor allem durch markante Bassläufe geprägt sind, die mit den ausladenden Gitarrenriffs eine gelungene Symbiose eingehen. Harter Gesang trifft hier auf fette Grooves, treibende Drums mit häufigem Doublebass-Einsatz und zahlreiche Passagen im Mid-Tempo sowie auch doomige Einsprengsel. Einflüsse aus Hardrock, Blues und Southern Rock sind ebenfalls unverkennbar.

»Wir bieten die Verbindung von den verschiedensten Musikstilen, mir fällt es da schwer, eine Schublade aufzumachen«, sagt Frontsänger Victor Dewald. Schon der Opener »Harvest Season« zeigt, wo, die Reise hingeht. Groovige Läufe leiten ein aggressives Stück ein, das sich textlich mit den Themen Rassismus und Intoleranz beschäftigt. »Was man sät, wird man eben auch ernten«, meint Dewald dazu. Die meisten der Texte stammen allerdings nicht aus seiner Feder, sondern aus der von Bassist Johannes Müller. Der studiert Religion und Philosophie auf Lehramt, und verarbeitet beim Schreiben daher Themen, die ihm in seinem Studium begegnen – eine ordentliche Portion Gesellschaftskritik inklusive. Das spiegelt sich auch im Titel »White Lion« wider: »Der Löwe ist eines der größten Raubtiere der Erde«, erklärt Dewald. In diesem Fall sei das Bild des großen Raubtieres aber ein Symbol für den Menschen, denn in dem Text befasst sich die Band mit einem Menschenversuch aus dem Zweiten Weltkrieg und kritisiert eine »Wissenschaft ohne Gewissen«. Ebenfalls geschichtlichen Hintergrund hat das Stück »New Man vs. Vermin«, das sich mit der Russischen Revolution und der philosophischen Theorie des »neuen Sowjets« beschäftigt. Schon im Anfang des Songs merkt man die kritische Attitüde.

Releasetour durch Europa

Das groovige, teils sogar fast jazzige »Invention of Murder« greift mit anklagendem Gesang ein biblisches Thema auf: Kain und Abel. Und in »and Anxiety for all« geht es »um Adam und den Apfel«, sagt Dewald, »und darum, dass es Situationen im Leben gibt, in denen einem die Konsequenzen des eigenen Handelns nicht klar sein können«. Er betont aber, dass Dimeless keine christliche Band seien, sondern durch den direkten Bezug zweier Bandmitglieder lediglich Interesse an solchen Themen habe.

Doch auch private Themen kommen auf der Scheibe vor: »Generation D« und »Vacuity« stammen beide aus Dewalds Feder, und drehen sich um persönliche Erlebnisse und zwischenmenschliche Beziehungen. Musikalisch auffällig zeigt sich das Zwischenstück »El Gancho«, eine Instrumentalnummer, die das Bild des einsamen mexikanischen Gauchos zeichnen will und mit seinen Trompetenklängen stark an Formationen wie Calexico erinnert. Das Stück finde man »als Zwischenstück zum »runterkommen« auf der Platte einfach gut, sagt Dewald.

»White Lion« hat die Band im »Desert Inn«-Studio in Sinn aufgenommen, gemastert und produziert von Victor Dewald. Insgesamt hat die Band, die neben Dewald und Bassist Müller aus Drummer Anthony Flynn und Gitarrist Martin Neitzel besteht, zwei Jahre an den Stücken gearbeitet.

Nach dem Auftritt im Jokus, bei demDimeless von den Langenselbolder Power-Thrashmetallern von Odium unterstützt werden, geht die Truppe auf Releasetour durch Europa. Neben Gigs in den Metropolen Berlin und München tritt die Band dann auch in Österreich, Italien und der Slowakei auf. Die »White Lion«-Tour werde sich nach der reinen Release-Tour aber noch bis ins Jahr 2015 fortsetzen, erklärt der Frontmann. Und auch in diesem Sommer hat die Band schon Gigs auf namhaften Festivals absolviert, stand etwa beim »Metalfest« auf der Loreley auf der Bühne. Beginn am 11. Juli ist um 21 Uhr, Einlass ab 20.30 Uhr. Tickets gibt es nur an der Abendkasse zum Preis von 7 Euro. Infos unter www.dimeless.de. sag

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