14. März 2012, 18:18 Uhr

Marco Vetter spielt mit Völkerball in der Hessenhalle

Er ist eines der bekannteren Gesichter der mittelhessischen Musikszene. Der Wetzlarer Gitarrist Marco Vetter, der heute in Gießen lebt, hat seit Jahren seinen Platz auf heimischen Bühnen. Derzeit lässt er es mit seiner Rammstein-Tributeband Völkerball krachen. Am Samstag, 17. März, ist er mit dem Projekt in der Hessenhalle zu Gast.
14. März 2012, 18:18 Uhr
Marco Vetter (ON-StagePics)

Früher stand Vetter oft im Kulturzentrum Franzis in Wetzlar auf der Bühne. Sein erstes Projekt: Die Power-Metal-Band Tale of Winter. Es folgte Transmission. Mit der Progressive-Metalband veröffentlichte der 28-Jährige sogar ein Album. »Id, Ego and Superego« bekam zahlreiche positive Rezensionen in einschlägigen Musikmagazinen, als Gastsänger konnte die Gruppe keinen Geringeren als Michael Sadler von Saga gewinnen. Mit ihm habe man ein »typisches 15-Minuten-Progrock-Stück« geschaffen, erzählt Vetter heute. Doch – von den ganz Großen wie Saga abgesehen – »Progrock findet in Deutschland kaum noch Publikum«.

2007 erhielt Vetter, der an der Musikschule Wetzlar und an der Modern Music School (MMS) unterrichtete, einen Anruf von Dirk Oechsle, Schlagzeug-Lehrer an der MMS im Westerwald. Oechsle, der bislang im Westerwald Erfolge mit seiner Pop-Rock-Band Frameless gefeiert hatte, saß gerade mit ein paar Kumpels zusammen, um ein neues Projekt zu starten und holte Marco Vetter mit ins Boot: Völkerball waren geboren. »Rammstein» waren mir damals gar nicht so geläufig – ich hatte mich einfach noch nicht damit beschäftigt«, räumt der Gitarrist ein. Doch die Leidenschaft für das Projekt kam schnell: Alle seien mit Feuereifer dabei gewesen, es sei klar gewesen, dass man gemeinsam etwas Großes auf die Beine stellen könne. Die Idee, sich ausgerechnet Rammstein zu verschreiben, stammt von Sänger René Schulte, der auf der Bühne eine authentische Kopie von Till Lindemann abgibt. Schultes Tonstudio im Westerwald nahe Neuwied bildet seitdem das Zuhause und Zentrum der Band. Verschrieben hat sich die Gruppe in ihrer Bühnenshow der 2006 erschienenen Live-DVD »Völkerball« von Rammstein. Das Bühnenbild, das Frontmann René, der gelernter Schreiner ist, selbst entwickelt hat, ist an diese »Rammstein«-Liveshow angelehnt.

2008 spielte die Gruppe die ersten Gigs – und hat sich mittlerweile zu einer der gefragtesten Rammstein-Tributebands von Deutschland entwickelt, Völkerball spielen inzwischen rund 50 Gigs im Jahr. Natürlich bietet die Gruppe ganz im Stile des Originals neben einem gigantischen Bühnenbild auch eine spektakuläre Pyroshow. Ein festes Team kümmert sich um Ton, Licht und Pyroeffekte, und auch bei den Musikern gibt es »keine Aushilfen, wie es das oft bei Coverbands gibt«.

Neben der reinen »Rammstein«-Show haben Völkerball auch einen eigenen Song – »Radio aktiv« herausgebracht, das erste eigene Album »Weichen und Zunder« wird in Kürze erscheinen. »In der Show in Gießen spielen wir aber nur Rammstein – vielleicht ein, zwei eigene Nummern«, so Vetter. Die Tributeshow in der Hessenhalle startet am Samstag um 20 Uhr. sag

Schlagworte in diesem Artikel

  • Gitarristen
  • Musikszene
  • Rammstein
  • Till Lindemann
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos