04. Februar 2019, 21:26 Uhr

Peter Neidel feiert »Runden«

Magistrat jetzt wieder eine Fünfziger-Vereinigung

04. Februar 2019, 21:26 Uhr
P. Neidel

Er ist zuletzt dazugekommen, und er ist auch der Jüngste im hauptamtlichen Magistrat. Seit Montag indes ist die Stadtregierung wieder eine Fünfziger-Vereinigung, denn Bürgermeister Peter Neidel hat das halbe Jahrhundert am Montag vollgemacht. Gefeiert wurde dem Vernehmen nach natürlich auch, aber nicht öffentlich im Kreis der Familie und ohne Empfang durch den Magistrat. »Er wollte das so«, heißt es aus dem Rathaus.

Das gestrige Feierpäuschen sei dem CDU-Bürgermeister gegönnt, denn die Schlagzahl, mit der der Planungsdezernent auch im neuen Jahr unterwegs sein wird, bleibt hoch. Gleich heute Abend geht’s weiter, wenn Großprojekte wie die Ansiedlung des »Logistikzentrums Gießen« im früheren US-Depot oder die Nachnutzung des Motorpool-Geländes auf der Tagesordnung des Bauausschusses stehen. Hohe Erwartungen von vielen Seiten verbinden sich mit dem neuen Verkehrsentwicklungskonzept, das Neidel in den nächsten zwei Jahren vorlegen soll.

Schon fast zweieinhalb Jahre ist der in Heuchelheim lebende Neufünfziger in Gießen für das Bauen und Planen, den Verkehr, die Wirtschaftsförderung, die öffentliche Ordnung und die Feuerwehren verantwortlich. Begriffe wie Veränderungssperre, städtebaulicher Vertrag, Baugebot oder Innenverdichtung gehen dem früheren Jugend- und Strafrichter mittlerweile routiniert über die Lippen. Und die Ordnungspolizei hat der Unions-Mann nach und nach aufgerüstet, ohne dass der Ex-Handballer den Eindruck erweckt, als Law-and-Order-Dezernent unterwegs zu sein.

»Ruhig und besonnen«

CDU-Fraktionschef Klaus Peter Möller lobt allenthalben die »ruhige und besonnene« Art, wie Neidel, der gemäß Koalitionsvertrag am vergangenen 1. November zum Bürgermeister und Nummer zwei im Magistrat aufgestiegen ist, seinen Job erledigt. Eigentlich gehen alle Beobachter der Stadtpolitik davon aus, dass die CDU ihn in zwei Jahren für die Oberbürgermeister-Direktwahl nominieren wird. Mittlerweile sagt Neidel selbst, dass eine Kandidatur folgerichtig wäre, aber die Wahl eben auch noch weit weg ist.

Im vergangenen Jahr war oft vom angeblich schlechten persönlichen Verhältnis zwischen Neidel auf der einen und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) und Stadträtin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) auf der anderen Seite die Rede. Zuletzt gab sich die Runde locker, aber es gibt ja auch etwas zu feiern: Die OB wurde zum zweiten Mal Oma, der Bürgermeister 50. Herzlichen Glückwunsch! (Foto: Schepp)

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