11. Oktober 2019, 22:17 Uhr

Lauter echte Kenner

11. Oktober 2019, 22:17 Uhr
Beim Sektempfang vor der »Punxxx«-Premiere freuen sich (v. l.) Mareike Vetter, Stefanie Seng, Annekathrin Walter, Jennifer Keil und Sebastian Keil auf einen unterhaltsamen Abend. (Foto: csk)

Die Toiletten rütteln nicht. Um dieses Detail zu bemerken, muss man wohl ein echter Flic-Flac-Liebhaber sein. Andreas Weiß aus Linden bezeichnet sich selbst als »Wiederholungstäter«. Die Premiere von »Punxxx - 30 Jahre nicht irgendein Circus« sei schon sein dritter Besuch in dem weltbekannten Zirkus, erzählt der Allgemeine-Leser. Mit seiner Gattin Annette ist er am Donnerstagabend zu den Hessenhallen gekommen. Was die aktuelle Show angeht, kann er keinen Höhepunkt nennen. Alles habe »etwas für sich«, ein Highlight folge auf das andere. Nur die sanitären Anlagen, die seien nicht ganz so toll wie 2017. Damals habe es nämlich standardmäßig »eine Rüttelplatte« gegeben, erläutert der Experte dem verdutzten Fragensteller, eine Art Vorrichtung für die automatische Reinigung.

Tatsächlich scheinen die Kenner bei der »Punxxx«-Premiere sowie dem vorherigen Sektempfang dieser Zeitung in der Mehrheit zu sein. Auch Jennifer Keil und Mareike Vetter haben die Gießener Flic-Flac-Gastspiele von 2015 und 2017 gesehen - und auch sie waren begeistert. Die Freundinnen stehen besonders auf Benzin und heiße Reifen. »Hoffentlich sind die Motorräder wieder mit dabei«, sagt Keil. Die junge Frau muss ein bisschen warten, aber schließlich ist es so weit: Der »Globe of Speed«, in dem acht tollkühne Biker kreuz und quer durcheinander rasen, wird direkt nach der Pause unter großem Jubel ins Zelt gezogen.

Jeder hat seinen Favoriten

Während eben dieser Pause wagen sich Stefan Rudersdorf und sein Sohn Niklas an ein erstes Fazit. »Die Zeit verging wie im Flug«, resümiert der Vater. Dem Filius hat es vor allem ein ukrainisches Trio angetan: Als »Three G« zeigen Ustyna Kotsepula, Dana Karpovych und Sofiia Tkachuk eine einzigartige Mischung aus Akrobatik und Athletik. Hand auf Hand, Fuß auf Nacken, Knie auf Ferse - die »Equilibristik«-Nummer sorgt nicht nur bei Niklas für große Augen. Und wie geht’s jetzt weiter? »Man wird im zweiten Teil sicher genauso gut unterhalten«, denkt Rudersdorf, der zuvor noch nie bei Flic Flac war.

Vom Neuling zu einem alten Hasen - und zu den Details der Show. »Du kannst nie sicher sein, was im nächsten Moment passiert«, beschreibt Gerhard Kühn den Reiz seines dritten Flic-Flac-Besuchs. Generell schätzt er das 2019er-Programm höher ein als die von 2015 und 2017. Vor zwei Jahren seien die »Mad Flying Bikes« am Ende durch die Manege geflogen, nun zu Beginn. Und dann ist da noch das ganze Wasser, das vom Dach prasselt. »Das gab es letztes Mal auch. Aber so viel war es nicht.«

Lauter echte Kenner. Da passt es umso besser, dass die Gastgeber des Sektempfangs ebenfalls eine gewisse Routine haben. Spätestens mit der dritten Auflage sei das Event vor dem Event zur »netten Tradition« geworden, findet Andreas Blanz, der Marketing-Leiter dieser Zeitung. »Ziemlich große Begeisterung« und »viele extrem positive Stimmen« hörten er und seine Kollegen von den Gästen im Vorzelt. Trotz der laufenden Ferien und obwohl der FC Gießen nahezu parallel gegen Eintracht Frankfurt gekickt habe, sei der Andrang »riesengroß«.

Bei so viel guter Laune wird der Zirkus fast zur Nebensache. Bis kurz nach 20 Uhr. Der Sekt ist verköstigt, die Plätze sind eingenommen. Ab sofort gehört die Bühne den »Punxxx«.

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