08. Oktober 2014, 16:08 Uhr

Landesgartenschau: Rückbau und Ausverkauf

Gießen (fd). Seit Sonntag sind die Tore zum Park geschlossen. Doch dahinter geht die Arbeit weiter.
08. Oktober 2014, 16:08 Uhr
Teilweise ist für den Rückbau auch schweres Gerät nötig. (Foto: pv)

Rund 50 Leute sind derzeit täglich in der Wieseckaue mit dem Rückbau der Landesgartenschau beschäftigt. »Unter anderem wurde der Gärtnertreff abgebaut. Auch die Bühne steht nicht mehr«, sagt Beatrix Bauer als Pressesprecherin der Landesgartenschau GmbH. Trotz unzähliger Presseanfragen lasse sie derzeit niemanden aufs Gelände: »Wir haben einen Plan. Selbst die Arbeiter kommen erst dann rein, wenn sie mit ihrem Teil auch dran sind.« Schließlich wolle man möglichst bald fertig werden, um die Wieseckaue freizugeben: Ende des Jahres soll es soweit sein. Um die Arbeiten – teils mit schwerem Gerät – in geregelten Bahnen über die Bühne zu bringen, sei es nötig, die Situation übersichtlich zu halten.

Was derzeit ebenfalls läuft: Rund 800 Liegen und Stühle, die in der Wieseckaue verteilt auf den Grünflächen standen, werden eingesammelt. Sie waren zuvor von der Landesgartenschau in Bad Nauheim angekauft worden und werden nun nach Schmalkalden verkauft. Dort findet im kommenden Jahr eine Landesgartenschau statt. Auch mit den elektronischen Infostelen wird so verfahren. »Wir wollen alle möglichst wirtschaftlich arbeiten«, erklärt Bauer die Mehrfachnutzung des Mobiliars. Für die Vermittlung sicherlich hilfreich: Detleff Wierzbitzki ist sowohl bei der Schau in Hessen als auch bei jener in Thüringen Geschäftsführer.

Was es in Gießen nicht geben wird: Einen Abverkauf der Pflanzen wie nach der Bundesgartenschau in Koblenz. »Das würde sich nicht rechnen, denn vieles, was in der Wieseckaue gepflanzt wurde, bleibt ja auch jetzt nach Ende der Landesgartenschau dort«, erklärt die Pressesprecherin. Einzig der Wechselflor werde entfernt, weil eine weitere Pflege der Beete die Stadt rund 300 000 Euro im Jahr kosten würde. Der Wechselflor aber bestehe zu rund 99 Prozent aus einjährigen Pflanzen: »Verkaufen macht also wenig Sinn«, erklärt Beatrix Bauer von der Landesgartenschau GmbH. Stattdessen werden die 3500 Quadratmeter kompostiert, in den Beeten sollen künftig Wildblumen wachsen.

Es bleibt also noch einiges zu tun für die 50 Leute, die derzeit täglich hinter geschlossenen Toren arbeiten. Am längsten dürften die Arbeiten in der Wieseckaue an zwei Enden des Parks dauern. Zum einen im vorderen Bereich, wo der Sportplatz an der Ringallee wiedererrichtet wird. Zum anderen am Waldbrunnenweg, wo die Blumenschau derzeit noch zurückgebaut wird und wo im Anschluss eine asphaltierte Fläche für Fußball, Tennis und Basketball entstehen soll.



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